„Darf ich Dir ein Foto schicken?“, fragt (sinngemäß) das „iPhone Nadine“ wahllos im Gedränge in der Straßenbahn. Wer sich darauf einlässt, ist auf dem besten Weg zu einem Phishing-Opfer zu werden. Eine Geschichte, die einmal mehr zeigt, dass Vorsicht nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch des Smartphones ist.
Die Geschichte beruht auf eigenen Erfahrungen eines jungen Linzers in der „Bim“. In Absprache mit dem Sicherheitsstadtrat seiner Partei, Michael Raml, möchte der Linzer FPÖ-Gemeinderat Manuel Danner vor einer neuen Abzock-Masche per AirDrop warnen. Das ist eine Funktion bei Apple iPhones zum Teilen von Dateien, die die meisten Leute standardmäßig eingeschaltet haben, oft ohne, dass ihnen das bewusst ist.
Mitleidsmaschen oder auch Erpressung
Man muss zwar im Einzelfall bestätigen, dass man Dateien damit annehmen will, das passiert in der Hektik (oder, im Gegenteil, aus Langeweile) recht oft. „Dann bekommt man Snapchat-Profile von angeblichen Frauen übertragen. Oder gleich eindeutige Fotos mit Massage-Angeboten“, erzählt Danner von seinen bisher zwei Erlebnissen in der Straßenbahn. Beim zweiten stand er direkt über dem sitzenden Täter. Wer sich auf den Kontakt einlässt, wird über Mitleidsmaschen oder Erpressung um Geld angebettelt und gebracht.
Polizei kennt das aufkeimende Problem
Danner hat Anzeige bei der Polizei erstattet. „Dort hat man mir das aufkeimende Problem bestätigt“, erzählt der Jus-Student: „Es ist erschreckend, mit welchen dreisten Methoden mittlerweile versucht wird, Unschuldigen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Umso wichtiger ist es, auf die oft unscheinbaren Gefahren im digitalen Bereich aufmerksam zu machen“, rät er stets die Identität unbekannter Personen zu hinterfragen, die sich über soziale Medien oder AirDrop melden.
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