Nachdem Tierschützer eine Anzeige gegen einen Hof in Kennelbach eingebracht haben, weil die Rinder in ihrem eigenen Kot stehen müssen, kann Amtstierarzt nichts beanstanden.
Ein Fall grober Tiervernachlässigung auf einem Hof in Kennelbach hat jüngst für große Aufregung und Empörung gesorgt: Rund 17 Mastrinder standen und lagen dort auf einem Vollspaltenboden - in ihrem eigenen Kot. Ein trockenes Plätzchen - wie per Gesetz vorgeschrieben - konnten die Tiere mit ihren verkrusteten Fellen nicht finden.
Die Sache wurde vom Verein gegen Tierfabriken (VGT) bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz angezeigt. Dort hieß es am Donnerstag noch, dass die Anzeige frühestens in der kommenden Woche bearbeitet werden könne. Nun hat man sich scheinbar aber doch erbarmt und schon früher gehandelt.
Wie das Land Vorarlberg in einer Aussendung mitteilte, war der Amts-Tierarzt vor Ort, um sich ein Bild von den Zuständen zu machen - und dieser konnte keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz feststellen. Das überraschte viele. Auch Sandy P. Peng vom VGT: „Wird das Tierschutzgesetz in Vorarlberg durch die Behörden falsch ausgelegt und missachtet? Oder sind Kot-verschmierte Rinder in Vorarlberg bei der Rindermast Normalität?“, fragt sie. Mit Fragen dieser Art ist sie nicht allein. Sie versichert jedenfalls, den Hof auch weiterhin im Auge zu behalten.
Wir sind froh, dass die Zustände auf dem Bauernhof Aufmerksamkeit bekommen haben. Wir werden weiterhin darauf achten, was dort passiert.
Sandy P. Peng, Verein gegen Tierfabriken
Fakt ist, dass mit dem betroffenen Landwirt auch ein Beratungsgespräch mit einem Experten der Landwirtschaftskammer stattgefunden hat. Wohl nicht ganz ohne Grund.








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