Mehr als 200 Urlauber mussten in Tirol in der Nacht auf Freitag bei zwei Bränden in Beherbergungsbetrieben in Fulpmes im Stubaital (Bezirk Innsbruck-Land) bzw. in Hintertux im Zillertal evakuiert werden. Beim Einsatz im Stubai halfen zwei Bergretter bei der Räumung eines Apartmenthauses tatkräftig mit.
Der erste Brandalarm traf am Donnerstag gegen 21.15 Uhr bei der Leitstelle Tirol ein. In einem Apartmenthaus in Fulpmes hatte der Brandmelder angeschlagen. „Rauch aus Elektroverteilerkasten“ – mit dieser Information rückte die Feuerwehr Fulpmes aus. „Bei unserem Eintreffen waren die rund 100 in dem Gebäude befindlichen Personen bereits evakuiert“, sagt der Fulpmer Feuerwehrkommandant Manuel Gleinser.
Als ich den Brandmelder hörte, waren schon etwa 30 Gäste auf dem Gang hektisch unterwegs.
Paul Brukner
Bergretter „branchenübergreifend“ unterwegs
Dafür hatten – quasi „branchenübergreifend“ – zwei Bergretter der Ortsstelle Vorderes Stubai gesorgt. Einer davon, Paul Brukner, der derzeit in dem Apartmenthaus wohnt, schildert die dramatischen Ereignisse. „Als ich den Brandmelder hörte, waren schon etwa 30 Gäste auf dem Gang hektisch unterwegs. Ich habe dann geschaut, wo der Rauch herkommt und gesehen, dass es um den Elektroverteilerkasten bereits ziemlich diesig war.“
Zum Glück gab es rasche Entwarnung
Unterstützung bekam er von einem Nachbarn, seinem Bergrettungskollegen Florian Rettenbacher, der den Brand mitbekommen hatte. Die beiden nahmen die Hauptsicherung heraus und forderten die Menschen auf, das Gebäude zu verlassen und draußen auf die Feuerwehr zu warten. Die konnte dann rasch Entwarnung geben. Ein Trafo war angeschmort, nach Überprüfung durch einen Techniker durften die – unverletzten – Evakuierten zurück.
Nächtliche Aufregung auch im Zillertal
Offenbar das Gesetz der Serie wollte es, dass es gegen 4.30 Uhr abermals Feueralarm in einem Beherbergungsbetrieb gab - in Hintertux. „Rauch und Brand in einem Hotel“ lautete dort die Einsatzmeldung. „In einem Lagerraum hatten sich wegen einer Lampe Klopapier und Handtücher entzündet“, schildert Bernhard Kofler, Kommandant der Feuerwehr Tux. „Als wir eintrafen, hatte der Hotelbesitzer die Zimmer im zweiten Stock bereits evakuiert und den Brand mit dem Feuerlöscher unter Kontrolle gebracht.“
Durch die vorbildhafte Evakuierung des Betreibers und den raschen Einsatz unsererseits konnte hier Schlimmeres verhindert werden.
Bernhard Kofler, Kommandant Feuerwehr Tux
Den „Rest“ erledigten die Florianis, denen die starke Rauchentwicklung zu schaffen machte. Mittels Belüfter wurde das Gebäude rauchfrei, die rund 130 — unverletzten - Evakuierten befanden sich im Freien in Sicherheit. „Brand aus“ war um 8 Uhr. „Durch die vorbildhafte Evakuierung des Betreibers und den raschen Einsatz unsererseits konnte hier Schlimmeres verhindert werden“, ist Kofler erleichtert. Im Einsatz standen insgesamt 39 Florianis, die Rettung und die Polizei.
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