Dreist! Nachdem er in Wels zu sieben Jahren Haft wegen schweren Betruges und betrügerischer Krida verurteilt worden war, soll ein 50-Jähriger die Beute aus seinen Taten - sage und schreibe über 2 Millionen Euro - ins steuergünstige Ausland verschoben haben. Der Mann steht derzeit mit Helfern in Linz vor Gericht.
Aus der Freiheitsstrafe von sieben Jahren, die ihm im Jahr 2015 in Wels aufgebrummt wurde, wurde der Unternehmer 2019 bedingt entlassen - und gründete sofort eine neue Firma, bei der er laut Firmenbuch als wirtschaftlich Verantwortlicher fungierte. Seine nun in Linz mitangeklagten mutmaßlichen Komplizen waren dort Geschäftsführer beziehungsweise Angestellte.
Von Mai 2020 bis Februar 2021 soll das Geld aus den Straftaten des Chefs in dieses Unternehmen geflossen sein und in der Folge auf Reisen gegangen sein. Dort soll die Herkunft jedoch verschleiert, 2,1 Millionen Euro verwahrt, angelegt oder einem Dritten übertragen worden sein, lautete der Vorwurf beim Prozessauftakt im September in Linz. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Mitangeklagten beigetragen haben, die Millionen nach Amerika und China sowie in weitere als Steueroasen bekannte Länder zu transferieren.
Am Ende sollen sie aber wieder auf dem Konto des Erstangeklagten gelandet sein oder ihm in bar ausgezahlt worden sein. Der 50-Jährige soll das Geld zur Bezahlung von Leasingraten, Mieten und Kreditkartenabrechnungen verwendet haben. Die Strafdrohung im Falle einer Verurteilung wegen Geldwäsche beträgt ein bis zehn Jahre Haft.
Die Angeklagten bekennen sich nicht schuldig. Der Prozess wird am Donnerstag (17.) mit Zeugeneinvernahmen fortgesetzt.









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