Platz eins in der FIFA-Weltrangliste bringt kein Glück: Denn erst einmal seit der Einführung 1992 kam beste Nation weiter als in das WM-Viertelfinale. Ebenso schwer hat es der amtierende Weltmeister: Seit 1962 konnte kein Land Titel verteidigen. Die letzten drei Weltmeister warn schon in der Vorrunde out ...
Seit August 1993 gibt es sie für die Männer, erst seit 2003 für die Damen. Seit ihrer Einführung ist die FIFA-Weltrangliste umstritten, wurde mehrfach reformiert. 2018 folgte die Abkehr von der Durchschnittsberechnung, seither basiert die Rangliste auf einer Variante des Elo-Systems, ähnlich dem Schach.
Österreich lag unter Marcel Koller einst auf Platz zehn, liegt derzeit auf Rang 34, als einzige der Top-20-Nationen fehlt Italien (6) in Katar. Aktuell in Führung: Brasilien vor Belgien und Argentinien. Und diese Reihenfolge sollte beim Rekord-Weltmeister die Alarmglocken schrillen lassen - denn Platz eins war noch nie ein gutes Omen:
Übrigens: Platz 32 (2017) für die Niederlande ist die schlechteste Platzierung einer Nummer eins, Platz 71 (2007) für Belgien die schlechteste Platzierung einer späteren Nr. eins.
Und was macht Frankreich? Zumindest nicht den Fehler der letzten Titelverteidiger, die oft mit einer zu alten Mannschaft das Erreichte wiederholen wollten. Nur vier Mann (Giroud, Benzema, Griezmann, Ersatzgoalie Mandana) sind älter als 30 Jahre, der Hunger bei der Generation um Starstürmer Kylian Mbappé (23) ist nach wie vor riesig. Trotz einiger Verletzungen stehen die Karten besser als für die letzten drei Weltmeister:
So schlecht lief es nicht für alle Weltmeister, Argentinien (1990) und Brasilien (1998), das den WM-Kader mit Dani Alves, aber ohne Roberto Firmino bekanntgab, schrammten knapp an der Titelverteidigung vorbei.
Diesmal stehen die Chancen - auch dank der Offensive der Franzosen - gut, aber Achtung:2002 flog man als Titelverteidiger mit einem Tor und ohne Punkt raus - obwohl man mit drei Torschützenkönigen aus Topligen (Henry, Trezeguet, Cisse) angereist war.
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