Autobomben explodiert

100 Menschen bei Anschlägen in Somalia getötet

Ausland
30.10.2022 11:45

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind bei der Explosion zweier Autobomben vor dem Bildungsministerium am Samstag mindestens 100 Menschen getötet und 300 verletzt worden. Unter den Opfern befinden sich Frauen, Kinder und Studenten. Die Explosionen waren so gewaltig, dass die Druckwelle die Fenster in der Umgebung zerschlug.

Die erste Explosion traf das Bildungsministerium in der Nähe einer belebten Kreuzung in Mogadischu, die zweite Autobombe explodierte, als Rettungswagen eintrafen und Menschen sich versammelten, um den Opfern zu helfen.

Zahl der Opfer könnte noch steigen
Präsident Hassan Sheikh Mohamud machte die radikal-islamische Miliz Al-Shabaab für den Anschlag verantwortlich, die sich jedoch bisher noch nicht zu dem Vorfall bekannte. Mohamud zufolge könnte die Zahl der Opfer noch steigen. Er habe die Regierung angewiesen, den zum Teil Schwerverletzten unverzüglich medizinische Hilfe zukommen zu lassen.

Somalia leidet seit Jahren unter Unruhen und Unsicherheit
1991 stürzten mehrere Milizen gemeinsam Diktator Siad Barre, kämpften dann aber gegeneinander. Die Al-Schabaab bekämpft die von den Vereinten Nationen und Soldaten der Afrikanischen Union unterstützte Regierung und will ein islamistisches Regime errichten.

Video: Blutige Anschläge in Somalias Hauptstadt

Die Miliz hat nicht nur in Somalia, sondern auch in Kenia und Uganda mehrfach Attentate verübt. Bei ihrem bisher schwersten Anschlag wurden im Oktober 2017 in Mogadischu fast 600 Menschen getötet. Damals war ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in der Nähe eines Tanklastwagens explodiert.

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