UNICEF schlägt Alarm:

Somalia: Mehr als 500.000 Kindern droht Hungertod

Ausland
13.09.2022 19:03

Mehr als eine halbe Million Kinder im ostafrikanischen Somalia stehen nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF vor akuter, lebensbedrohlicher Unterernährung. Ohne weitere Hilfsgüter seien 513.550 Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren nach aktuellen Schätzungen in Gefahr, in den kommenden Wochen aufgrund von Hunger zu sterben, sagte James Elder von UNICEF am Dienstag.

Unterernährte Kinder haben UNICEF zufolge eine elfmal höhere Wahrscheinlichkeit, an Krankheiten wie Durchfall oder Masern zu sterben. Beide Krankheiten seien in diesem Jahr schon vermehrt bei Kindern aufgetreten.

Vergangene Woche hatten die Vereinten Nationen bereits vor einer dramatischen, unmittelbar bevorstehenden Hungersnot in Somalia gewarnt. Zwischen Oktober und Dezember seien die Regionen Baidoa und Burhakaba voraussichtlich von Hunger betroffen.

Erinnerungen an Hungersnot 2011
Die Situation in Somalia entwickle sich ähnlich dramatisch wie bei der Hungersnot in 2011, sagte Etienne Peterschmitt, Vertreter der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO in Somalia.

Der Ausfall von vier Regenzeiten in Folge sowie jahrelange Gewalt haben laut UNO die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln behindert. Das Land am Horn von Afrika mit etwa 16 Millionen Einwohnern wird seit Jahren durch Anschläge erschüttert. Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab kontrolliert weite Teile des Südens und der Zentralregionen.

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