Niemals aus dem Wagen steigen! Das ist die bittere Erkenntnis Mohameds M.’s nach seinem traumatischen Erlebnis. Seine Geschichte kann anderen genauso passieren. Der 30-Jährige wird Anfang September von einem Fremden in Wien absichtlich überfahren.
Der 30-Jährige fährt mit seiner Gattin zum Einkaufen. An einer Kreuzung in der Kaiserebersdorfer Straße hält ein weißer BMW neben dem Auto des Pärchens. Der ihnen unbekannte Fahrer keift etwas durch das offene Fenster in Richtung der Beifahrerin. „Er hat sie auch deppert angeschaut“, sagt M. Es folgt eine kurze Keppelei. Dann fährt der Simmeringer weiter.
Verfolgungsjagd beginnt
Der weiße BMW verfolgt sie, fährt vor ihnen Schlangenlinie. Dann kommen die Fahrzeuge zum Stillstand und Mohamed M. steigt aus. Der Fremde im weißen Auto - ein mehrfach vorbestrafter 32-Jähriger gibt Gas. Der 30-Jährige wird durch die Luft geschleudert, schlägt mit dem Kopf am Boden auf, wird bewusstlos und erleidet schwere Verletzungen an Schulter und Knie.
„Habe ein Ohr verloren“
Dass die Attacke offenkundig Absicht war, bestätigt ein Passant später der Polizei. Der Täter begeht Fahrerflucht und wird später an seiner Wohnadresse verhaftet. U-Haft! M. verbringt einen Monat im Spital, bis heute hat er Schmerzen. „Ich kann nicht ohne Hilfe gehen, habe mich am Ohr verletzt und brauche ein Hörgerät.“
Laut Top-Anwalt Johannes Bügler wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben, „wobei die Frage noch offen ist, ob wegen Mordversuches oder absichtlich schwerer Körperverletzung“. Zusätzlich möchte der Prozessspezialist ein sechsstelliges Schmerzensgeld für seinen Mandanten erwirken.
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