In St. Georgen am Walde in Oberösterreich sind viele Eltern besorgt, lassen ihre Kinder nicht mehr alleine am Abend raus. Grund sind zwei Wölfe, die am Wochenende in die Falle gingen. Der Bürgermeister entdeckte den ersten der jungen Isegrims.
„Momentan schaust schon ein bisschen“, gesteht Bürgermeister Heinrich Haider aus St. Georgen am Walde am „Krone“-Telefon – denn er war der Erste, der am Wochenende einen gefangenen Wolf zu sehen bekam. Saß er doch in der Wildschweinfalle direkt neben seinem Haus.
„Er war schon ziemlich müde“
„Ich hatte ihn gehört, er hüpfte und scharrte, wollte aus der Falle raus. Er war schon ziemlich müde und hat wie ein Hund ,Platz‘ gemacht, als ich zu ihm hin bin“, berichtet der Ortschef. Rasch waren einige Jäger versammelt, alle sind sich sicher: „Ein Wolf!“
Das Tier wurde nach einer Probennahme durch den Wolfsbeauftragten des Landes Oberösterreich wieder laufen gelassen, am nächsten Tag saß dann kaum zwei Kilometer entfernt das nächste Jungtier in einer Falle.
„Das muss man ernst nehmen“
„Es gibt schon besorgte Leute in der Gemeinde, gerade Eltern von kleinen Kindern, die diese nicht mehr alleine hinauslassen. Das muss man ernst nehmen“, sagt der Bürgermeister, der mit der Jägerschaft und der Schule jetzt die Bürger für das Thema Wolf sensibilisieren, aber keine Panik verbreiten will. „Bisher gibt es keine Risse von Nutztieren, aber die Rehe, die sonst immer da sind, sind verschwunden.“










Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).