4400 neue Jobs

Stromnetz-Ausbau als Turbo für die Wirtschaft

Oberösterreich
19.03.2026 16:43
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Netzkapazität in Oberösterreich steigt auf 3400 Megavoltampere (MVA) – was ein Turobo für die Wirtschaft sein könnte: Forscher gehen davon aus, dass das Projekt 4400 neue Arbeitsplätze schafft.

Der Ausbau der Stromversorgung im Zentralraum soll einen kräftigen Impuls für die Wirtschaft bringen: Rund 800 Millionen € investieren Austrian Power Grid (APG), Netz Oberösterreich und Linz Netz in einen neuen 220-kV-Leitungsring. Laut einer Studie von Economica entstehen dadurch 422 Millionen Euro Bruttowertschöpfung in Österreich sowie rund 4400 Arbeitsplätze.

Technisch bedeutet das Projekt einen massiven Sprung: Die Netzkapazität steigt von derzeit rund 780 MVA auf etwa 3400 MVA – also mehr als das Vierfache. Geplant sind rund 42 Kilometer Trasse, 138 Masten sowie der Um- und Ausbau von neun Umspannwerken.

Gebaut wird seit 2024, die Fertigstellung ist bis 2030 vorgesehen. APG-Vorstand Gerhard Christiner betont, dass der neue Versorgungsring die Grundlage für Industrieprojekte, erneuerbare Energien und neue Betriebe wie Rechenzentren sei. ÖVP-Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner spricht von einer „Konjunkturlokomotive“: „Das gemeinsame Projekt ermöglicht nicht nur die Dekarbonisierung der Stahlproduktion der Voestalpine, sondern dient auch der Stromnetz-Abstützung des Zentralraums und des Mühlviertels.“

Für Wirtschaftsforscher Christian Helmenstein ist das Projekt „essenziell für das Gelingen der Energiewende und der Digitalisierung“. Gleichzeitig ortet er bei Spielraum für steuerliche Entlastungen. Ohne den Ausbau droht Engpass – mit ihm bekommt der Standort neuen Spielraum für Wachstum. RL

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