Knapp eineinhalb Monate vor Beginn der Freibad-Saison wird in Gmunden über die Rückkehr der „30er-Zone“ vor dem Strandbad diskutiert. Im letzten Gemeinderat vor dem Sommer muss am Montag ein Beschluss fallen. Von einer breiten politischen Mehrheit ist auszugehen, dennoch fliegen die Fetzen am Traunsee.
Nicht gerade mit Ruhm hat sich die Stadt Gmunden bei der Verordnung eines flächendeckenden Tempolimits von 40 km/h im Stadtgebiet bekleckert. Wie berichtet, musste die Verordnung im Vorjahr rückgängig gemacht werden, weil unter anderem mehrere Ortsschilder nicht korrekt aufgestellt worden waren.
3500 Besucher im Sommer
Kaum hat sich der Wirbel darüber gelegt, wird schon wieder über ein Tempolimit gestritten. Grund ist eine Abstimmung im nächsten Gemeinderat über die Rückkehr des „30ers“ auf der Dr.-Thomas-Straße vor dem Strandbad. Die Beschränkgung muss im Zuge des „40er“-Tohuwabohus neu verordnet werden. Sie soll, wie die Jahre davor, von 1. Mai bis 15. September von 8 bis 21 Uhr gelten. Ohne politischen Beschluss wäre sonst vor der Freizeitosase mit bis zu 3500 Besuchern Tempo 50 erlaubt.
Da in den jüngsten zwei Gemeinderatssitzungen das Thema nicht zur Debatte stand, begann am Traunsee die Nervosität zu steigen. Vor der Sommerpause tagt das Stadtparlament nur noch am kommenden Montag. Um auf Nummer sicher zu gehen, brachte Gemeinderat Philipp Wiatschka einen dahingehenden Antrag ein.
Der Mandatar der Liste WIA zog sich damit den Unmut von Stadtchef Stefan Krapf (VP) zu. Wiatschka „sitzt nicht im Mobilitätsausschuss, der den ,30er’ schon einstimmig beschlossen hat. Wo kommen wir hin, wenn jeder so vorgeht und in dieser Form Anträge stellt? Es bestand kein Grund für dieses voreilige Handeln“. Das Geplänkel kommentierte ein Gmundner so: „Ich hoffe, dass alles rechtlich richtig geprüft wurde und nicht nach einigen Jahren wieder aufgehoben werden muss.“
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