Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl in Salzburg im April 2023 dürften die Chefinnen und Chefs der politischen Parteien im Bundesland die Tirol-Wahl am Sonntag sehr genau verfolgt haben. Rückschlüsse aus den vorläufigen Ergebnissen wollten am Abend aber nicht alle Landtagsparteien ziehen. Die Neos brachten überdies die Möglichkeit einer „Dirndl-Koalition“ für Tirol nach dem Vorbild Salzburg ins Spiel, wo die ÖVP mit Grünen und Neos die Landesregierung bildet.
Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP): "Die Ausgangslage für Toni Mattle und die ÖVP Tirol war natürlich auch aufgrund der bundespolitischen Situation nicht ganz einfach. Daher freut es mich, dass Toni Mattle und sein Team - wenn auch mit Verlusten - als Sieger aus dieser Wahl hervorgehen und Platz 1 verteidigen konnten. Etwaige Parallelen bzw. künftige Einflüsse auf andere Bundesländer von einer Landtagswahl in Tirol ableiten zu können, halte ich für kaum möglich, haben doch Landtagswahlen über bundespolitische Einflüsse hinaus starke regionale Aspekte.“
Simon Heilig-Hofbauer (Grüne): „Bei einem Minus kann man nie zufrieden sein. Man muss sich erst die regionalen Gründe anschauen. Ich höre aber in Salzburg noch keine Alarmglocken läuten.“
Andrea Klambauer (Neos): „Grundsätzlich freue ich mich über die Zugewinne der Neos in Tirol, auch wenn wir uns mehr erwartet hätten. Rückschlüsse für Salzburg können wir aber erst in ein paar Tagen ziehen.“
Marlene Svazek (FPÖ): „Die Freiheitlichen sind klar Wahlgewinner und Tirol ist als ÖVP-Kernland mit Salzburg vergleichbar. Ich sehe, dass die Leute eine stärkere FPÖ wollen.“
David Egger (SPÖ): „Die SPÖ zählt zu den Gewinnern. Die konservative schwarz-grüne Verwaltungspolitik ist abgewählt worden. Ich glaube, das selbe zeichnet sich auch in Salzburg ab.“
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