Nach wie vor gibt es auf Bundesebene keine Einigung auf eine Anpassung der Pensionen. Jetzt meldet sich der Seniorenbund in Oberösterreich in der Debatte zu Wort. Für Landesobmann Josef Pühringer steht fest: Die Pensionen müssen zumindest um 5,8 Prozent erhöht werden.
Die enorm hohe Inflation - besonders auf Dinge des täglichen Lebens wie Essen, Heizen und Wohnen - würden die Gefahr befeuern, dass sich die Altersarmut erhöht, sagte Pühringer am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Denn schon vor der derzeitigen Entwicklung waren Teile der älteren Bevölkerung in einer prekären finanziellen Situation: 2021 sei beinahe jede fünfte in Österreich lebende Frau über 65 Jahren armutsgefährdet gewesen, bei den Männern dieser Altersgruppe immerhin auch jeder Zehnte, rechnet Pühringer vor.
Wir fordern eine Pensionserhöhung, für alle, in der Höhe von zumindest 5,8 %. Für jene mit geringeren Pensionen braucht es überdies eine höhere Entlastung, damit diese sich das alltägliche Leben weiterhin leisten können.
Josef Pühringer, Landesobmann OÖ Seniorenbund
„Umfassendes Seniorenpaket“
Er fordert daher ein „umfassendes Seniorenpaket gegen zunehmende Altersarmut“. Als kurzfristiger Effekt müsse die Pension für alle um 5,8 Prozent erhöht werden. Zudem brauche es eine zusätzliche Entlastung für Bezieher niedriger oder mittlerer Pensionen, „damit diese sich das alltägliche Leben weiterhin leisten können“, so Pühringer.
Weitere Schritte gefordert
Um die drohende Altersarmut nachhaltig abzuwenden, müssten laut dem Seniorenbund-Chef aber weitere Schritte gesetzt werden: Unter anderem müsse der Bemessungszeitraum (derzeit August 2021 bis Juli 2022) weiter nach hinten verschoben werden, um die tatsächliche Inflation abzubilden; wer heuer während des Jahres in Pension gegangen ist oder noch geht, solle kommendes Jahr die Erhöhung voll und nicht aliquotiert erhalten; Arbeiten in der Pension müsse attraktiver, Pensionssplitting verpflichtend werden.










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