Protest in Russland: Jetzt wirft Putin alles in die Schlacht. Erinnern wir uns an die vielfach wiederholten Sprüche: Es laufe bei der „Spezialoperation“ in der Ukraine alles nach Plan, beteuerte Kriegsherr Wladimir Putin stets. Dann mussten seine Truppen unter Hinterlassung schrecklicher Massaker aus dem Nahbereich der ukrainischen Hauptstadt Kiew abziehen. Und zuletzt liefen seine Soldaten den vorstoßenden ukrainischen Truppen im Nordosten davon. Alles nach Plan, sicherlich. Von der Besetzung der gesamten Ukraine, beziehungsweise, wie Putin es nannte, der „Entnazifizierung“ der unabhängigen Ex-Sowjetrepublik ist ohnehin längst keine Rede mehr. Verlieren aber kann Putin sich weder leisten, noch kann er es ertragen. Und so ordnete er jetzt eine sogenannte „Teilmobilmachung“ an. 300.000 Reservisten sollen zusätzlich in den Krieg gegen die Ukraine ziehen - der damit wohl auch in Russland nicht mehr nur als „Spezialoperation“ durchgeht. Was meint Russland-Erklärer Gerhard Mangott zur neuen Eskalation? Der Innsbrucker Professor weist heute in der „Krone“ unter anderem darauf hin, dass es in der russischen Bevölkerung bisher „definitiv keine Mehrheit gegen den Krieg“ gab. Er schreibt: „Wenn nun aber Väter und Söhne aus ihren Familien gerissen, Berufstätige aus ihren Betrieben geholt und an die Front geschickt werden, kommt der Eindruck, dass das Land sich im Krieg befindet, bei allen an.“ Bisher habe von der russischen Führung der Schein der Normalität gewahrt werden können. Nun aber müsse sich Putin sorgen, dass die Stimmung in der Bevölkerung kippen könnte und es trotz der harten Zensurgesetze zu Protesten in den Großstädten kommen werde (wie am Abend in Moskau, oben im Bild). Diese Sorge wünschen wir dem grausamen Kriegsherrn!
Tiroler Anführungszeichen. Auch bei der „Krone“-Elefantenrunde mit den Spitzenkandidaten der Tiroler Landtagswahl war gestern Abend Russland ein Thema. Aber ansonsten vor allem der Kleinkrieg zwischen den Parteien wenige Tage vor der Wahl am Sonntag. Der schwächelnde Titelverteidiger Anton Mattle, der den Landeshauptmanntitel noch gar nicht inne hat, wurde von allen Herausforderern angegriffen. Die Frage, die am Sonntag geklärt wird: Wie schlimm fällt das Desaster für die ÖVP aus? So schlimm, dass auch der Bundesparteiobmann und damit vielleicht sogar die Bundesregierung ins Wackeln kommen? Oder „schafft“ (dieses Wort sehr bewusst unter Anführungszeichen) die ÖVP ein Ergebnis über 30 Prozent und verliert damit „nur“ (wieder bewusst angeführt) 10 bis 12 Prozentpunkte und kann dieses Ergebnis zu einem „Erfolg“ drehen? In drei Tagen sind wir wohl klüger!
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!









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