Rapid hat am Sonntag im Schlager der Fußball-Bundesliga auswärts gegen Red Bull Salzburg einen Achtungserfolg erreicht. Die Hütteldorfer erkämpften beim Meister und Tabellenführer nach Toren von Benjamin Sesko (1.) beziehungsweise Leopold Querfeld (21.) ein 1:1 und sorgten damit nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen für positive Schlagzeilen.
Für die „Bullen“ gab es nach zuletzt sechs Liga-Siegen in Folge wieder einen Punkteverlust. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Sturm Graz schrumpfte auf vier Punkte.
1:0 nach 17 Sekunden
Dabei waren die Vorzeichen für Rapid alles andere als gut gestanden. Elf sieglose Meisterschaftsduelle mit Salzburg warf die Statistik vor dem Anpfiff aus, in Wals-Siezenheim hatte man seit fünf Jahren nicht mehr gepunktet. Und die Partie begann auch denkbar schlecht: Rapid hatte Anstoß, verlor den Ball schnell, Luka Sucic schlug einen weiten Pass in die Spitze, Querfeld leistete sich einen Stellungsfehler und Sesko war der Nutznießer - der Slowene bezwang Rapid-Goalie Niklas Hedl nach 17 Sekunden.
Wer zu diesem Zeitpunkt von einem Salzburger Kantersieg ausging, wurde schnell eines Besseren belehrt. Rapid lieferte eine bemerkenswerte Reaktion auf das schnelle 0:1 ab, presste mutig an, zwang die Hausherren immer wieder zu Fehlern und wurde einige Male gefährlich - so auch in der achten Minute, als Salzburg-Schlussmann Philipp Köhn bei einem Volley von Nicolas Kühn Mühe hatte. Auch beim darauffolgenden Corner war Köhn bei einem Versuch von Martin Moormann gefordert. Wieder eine Minute später schoss Roman Kerschbaum aus guter Position weit daneben.
In dieser Phase zeigten die mit einer Dreierkette angetretenen Rapidler, bei denen Marco Grüll und Patrick Greil nur auf der Bank saßen, ihre vielleicht beste Saisonleistung. Belohnt wurde dies in der 21. Minute: Bernardo konnte im eigenen Sechzehner nach einem Einwurf nicht klären, Querfeld schnappte sich den Ball und traf aus spitzem Winkel via Innenstange. Kurz darauf mussten die Salzburger einen weiteren Rückschlag verdauen - Dijon Kameri ging mit einer Schulterverletzung vom Platz.
Salzburg nach der Pause viel besser
Trotzdem bekamen die „Bullen“ die Partie gegen Ende der ersten Hälfte etwas besser in den Griff, mehr als ein Abseitstor von Roko Simic (30.) schaute aber nicht heraus. Die zweite Hälfte brachte ein verändertes Bild. Die Salzburger agierten deutlich druckvoller und wären beinahe wieder mit einem schnellen Tor in Führung gegangen, doch Martin Koscielnik fälschte einen Kopfball von Simic per Kopf an die eigene Latte ab (47.).
Salzburg blieb tonangebend, Sesko prüfte Hedl (60.), köpfelte knapp drüber (79.) und scheiterte bei der besten Chance neuerlich an Hedl (83.). Zudem rettete Michael Sollbauer bei einem Schuss von Sekou Koita auf der Linie (88.). Den Wienern gelang in der Offensive mit Ausnahme eines Kühn-Fehlschusses (64.) und eines von Köhn parierten Pejic-Kopfballs relativ wenig. Trotzdem reichte es für die Gäste zu einem Punkt, der eine Moralinjektion bedeutet und Trainer Ferdinand Feldhofer den Job retten könnte.









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