Die Versorgungssicherheit mit Strom und Gas sei gewährleistet, sagen die Experten. Die Tiwag steht unter Beobachtung der E-Control. Keine Übergewinne für die Jahre 2022 und 2023.
Krisenmodus ist bei der Regulierungsbehörde E-Control seit Februar dieses Jahres angesagt, berichtete Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Mittwoch beim „Energie-Lenkungsbeirat“, einem Treffen der Energieexperten, in Innsbruck.
Die Gasflüsse derzeit reichen aus, um den Tagesbedarf abdecken und die Speicher füllen zu können.
Wolfgang Urbanitsch, Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control
Die Bundesbehörde reguliert die Strom- und Gasnetze und übernimmt die Koordination im Krisenfall. Wie viel Gas in die Speicher strömt, ist Teil eines täglichen Lagebilds. Urbantschitsch hatte eine gute Nachricht im Gepäck: „Die Gasflüsse derzeit reichen aus, um den Tagesbedarf abdecken und die Speicher füllen zu können“, berichtete der Vorstand. Derzeit seien 68,37 Terawattstunden (TWh) eingespeichert, „das entspricht einem Füllstand von 71,56%“. Das Speicherziel von 80% bis zum Herbst sei in Reichweite.
Alternative norwegisches Gas
Die Versorgungssicherheit sei aus heutiger Sicht auch im Winter gegeben, durch gefüllte Speicher, durch Erschließen neuer Gasquellen und durch Verbrauchssenkung. Die Abhängigkeit von russischem Gas sei merkbar reduziert worden. Die OMV habe Pipeline-Kapazitäten für Gaslieferungen aus Norwegen im Ausmaß von 40 TWh gebucht.
Strom dank Wasserkraft
Tiwag-Vorstand Erich Entstrasser geht auch beim Strom von Versorgungssicherheit aus. „Derzeit langen alle Lieferungen planmäßig ein. Wir haben auch im Winter eine gesicherte Grundlastversorgung. Wir haben den Vorteil, dass alle Erzeugungs- und Netzanlagen bei uns liegen.“
Preisanhebung bis zur geförderten Höchstgrenze
Zum am Mittwoch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierten Plan, Übergewinne der Energieversorger künftig abschöpfen zu wollen, sagte Entstrasser: „Die Tiwag erwartet keine Übergewinne für 2022 und 2023.“ Jedoch steht die Tiwag wegen eines stark erhöhten Strompreises für Neukunden unter Beobachtung der E-Control: „Die Preisbildung auf Endkundenmärkten ist Sache der Unternehmen“, schickte Urbantschitsch voraus, „aber wir werden uns die Preisbildung mit der Wettbewerbsbehörde genau anschauen“.
Tirol sei dank seiner Energiestrategie in der Poleposition, sagte Energie-LR Josef Geisler: „Die erneuerbaren Energien machen in Tirol 44% aus, im Österreich-Schnitt 33%.“








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