NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser schlägt Alarm. Um den Personalmangel in Vorarlbergs Pflegeheimen zu bekämpfen, schlägt er Vollzeitbonus vor. Für niemanden der vielen Teilzeitbeschäftigten würde sich wegen der hohen Steuern und Abgaben ein Aufstocken auf 100 Prozent lohnen.
Wie groß der Pflegenotstand ist und wie es um das Personal im ambulanten Bereich bestellt ist, wollte der pinke Mandatar Johannes Gasser in einer Landtagsanfrage von Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) wissen. Die Antwort zeigt ein nicht allzu rosiges Bild: Mit Stand 1. Juli waren im Ländle exakt 152 Pflegebetten nicht belegt - und dies schlicht und einfach, weil das Personal fehlt!
Entsprechend lang sind die Wartelisten für Heimplätze: 224 pflegebedürftige Vorarlberger wären auf eine stationäre Einrichtung angewiesen. „Die Notleidenden sind neben den Pflegebedürftigen auch die pflegenden Angehörigen, die in der Zwischenzeit oft einspringen müssen“, erinnerte Gasser an die Auswirkungen des aktuellen Personalmangels.
Leistungsfeindliche Steuerbelastung
Um die Personalnot zu bekämpfen, will Gasser einen Vollzeitbonus für Pflegekräfte einführen. Ein Großteil der Beschäftigten in der Pflege sei teilzeitbeschäftigt, was aufgrund der leistungsfeindlichen Steuerbelastung von Arbeit auch kein Wunder sei. J„ede Mehrleistung wird durch eine höhere Steuerlast bestraft. Der finanzielle Anreiz, um zumindest ein paar Stunden aufzustocken fehlt komplett“, kritisiert Gasser. Er fordert ein Gehalts- und Zulagensystem, das mehr Menschen davon überzeugt, ihr Beschäftigungsausmaß um ein paar Stunden zu erhöhen.
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