Natürlich, alles kann noch schneller und treffsicherer sein, aber immerhin: Mit dem Beschluss der Strompreisbremse erfüllt die Regierung eine Ankündigung - was inzwischen ja auch nicht mehr selbstverständlich ist.
Im Grundsatz ist das Modell mit dem niedrigen Preis für 80 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs nicht schlecht, der Sparanreiz ist zwar bescheiden, aber immerhin, es gibt ihn.
Was ist dann zu kritisieren? Er fängt erst am 1. Dezember an, bringt den Haushalten in Summe wohl drei Milliarden Euro an Kaufkraft zurück. Aber er funktioniert überwiegend nach dem Gießkannen-Prinzip. Das bedeutet viel für manche und zu wenig für andere. Aber, so fair muss man sein: Eine präzise Differenzierung wäre administrativ aufwendig gewesen.
In Summe: ein „Gut bis Befriedigend“ für die Strompreisbremse. Aber, und jetzt kommt es, sie ist ein weiteres Beispiel dafür, was unser Land noch an den Rand des Ruins bringen kann: Die Öffentlichkeit hat sich freudig daran gewöhnt: „Der Staat zahlt alles.“ In der Pandemie und jetzt auch beim Strom. Ach ja, die Staatshilfe bei Gas, Öl und sogar bei Pellets (!) soll ja auch noch kommen.
Da heißt es: Bitte aufwachen! Wir sind schnurstracks auf dem Weg zu einem „Nanny-Staat“, wo es für alles Hilfe vom Staat gibt. Wo bleibt die Eigenverantwortung, wo der gesunde Wettbewerb? Wer vom Staat alles will, wird ihm eines Tages alles geben müssen . . .









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