Landestheater

Ein Budget und zwei Sichtweisen

Vorarlberg
06.09.2022 07:26

Nachdem Intendantin Stephanie Gräve über das Budget des Landestheaters klagte, erinnert KUGES-Geschäftsführer Werner Döring an millionenhohe Budgeterhöhungen.

Stephanie Gräve, Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, ist mit dem Budget des Hauses unzufrieden. In der heurigen Saison müsste man - im Vergleich zur Spielzeit 2013/14 - mit einem um 29 Prozent kleineren Produktionsbudget arbeiten. Daher sei bereits der ganzjährige Spielbetrieb gefährdet, sagte sie dem ORF. Es brauche eine andere finanzielle Grundlage, um weiterhin Theater machen zu können, meinte die Deutsche. 

Zuwendungen an das Theater stiegen erheblich
Die „Krone“ fragte am Montag bei Werner Döring nach, wie dramatisch die Lage wirklich ist. Der Geschäftsführer der Vorarlberger Kulturhäuser (KUGES), zu denen nicht nur das Landestheater, sondern auch das „vorarlberg museum“ und das Kunsthaus Bregenz zählen, stellte erste einmal klar, dass Stephanie Gräve „nichts Falsches“ gesagt hätte.

Dennoch möchte er als Geschäftsführer, der für die Finanzen zuständig ist, berichten, dass die landesseitigen Zuwendungen an das Theater in den vergangenen zehn Jahren von jährlich 2,7 auf vier Millionen Euro angewachsen seien. „Diese Entwicklung ist grundsätzlich begrüßenswert“, meint Döring, der zugibt, dass das Gesamtbudget des Hauses - im Vergleich zu den jährlichen Teuerungen - natürlich nicht wachse, sondern schrumpfe.

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Die budgetäre Ausgangsposition des Theaters war bescheiden, doch man darf eine Steigerung von 2,7 auf 4 Mio. Euro nicht kleinreden.

Werner Döring (Kuges)

Land habe Interesse an der darstellenden Kunst
„Solche Dinge diskutieren wir aber in aller Regel intern und nicht über die Medien“, lässt Döring ein wenig Kritik an der künstlerischen Leiterin des Theaters durchblitzen. Zudem wolle er daran erinnern, dass bald die Sanierung des Theaters anstünde. Eine Sanierung, die mit rund zehn Millionen Euro zu Buche schlagen wird.

Die Stadt Bregenz übernimmt 20 Prozent, den Rest zahlt das Land. „Hier lässt sich für mich deutlich erkennen, dass das Land durchaus Interesse an der darstellenden Kunst hat.“

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