Anhörungen verschoben
Anwälte in England und Wales streiken
In England und Wales streiken Anwälte und Anwältinnen seit Montag für mehr Lohn. Ihr Arbeitskampf hatte Ende Juni begonnen und bereits zu Verzögerungen bei 6000 gerichtlichen Anhörungen geführt. Nun sollen viele Verfahren aufgeschoben werden.
Für den unbefristeten Streik hatte zuvor eine Mehrheit der Anwälte und Anwältinnen gestimmt. Es geht unter anderem um Honorare, die sie vom Staat als Pflichtverteidiger und Pflichtverteidigerinnen erhalten. Man wolle ein „Scheinwerferlicht auf das Ausmaß der Krise“ werfen, sagte der Vorsitzende der Criminal Bar Association, Jo Sidhu.
Die Regierung hatte der Vereinigung bereits ein Angebot gemacht, den Anwälten und Anwältinnen durchschnittlich 7000 Pfund (umgerechnet rund 8100 Euro) jährlich mehr zu zahlen. Die Criminal Bar Association lehnte das ab - unter anderem mit dem Argument, dass das erhöhte Honorar nur für neue, nicht für bereits laufende Mandate gezahlt werden würde.
Befristete Streiks seit Juni
Die Berufsgruppe hatte bereits seit Ende Juni immer wieder befristet gestreikt. 6000 gerichtliche Anhörungen haben sich seither verzögert, nun sollen viele Verfahren aufgeschoben werden. Die britische Regierung bezeichnete den aktuellen unbefristeten Streik als „unverantwortlich“ und bat die Vereinigung, ihr Vorhaben zu überdenken. Britische Medien gehen davon aus, dass der Streik das Potenzial habe, die Strafjustiz in England und Wales weitgehend zum Stillstand zu bringen.















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