Eine auf dem Schatzberg in der Tiroler Wildschönau als vermisst gemeldete slowakische Wanderin wurde am Montag kurz nach Mitternacht verwirrt, aber körperlich wohlauf im Dorf Alpbach gefunden. Mehr als 30 Bergretter hatten mit Fahrzeugen und zu Fuß nach ihr gesucht.
Die 66-Jährige war erst am Sonntagmorgen nach langer Busfahrt mit einer Reisegruppe in Auffach angekommen. Trotzdem entschlossen sich die Urlauber, gleich am Vormittag – mit Seilbahnunterstützung – eine Wanderung auf den Schatzberg (1898 m) zu unternehmen. „Jeder sollte dann selbstständig wieder ins Tal absteigen“, informiert David Pacher von der Polizei in Kramsach.
Handypeilung erfolglos
Freilich – die 66-Jährige kam nicht ins Hotel zurück, ihre Schwester meldete sie um 21.30 Uhr als abgängig. Eine Handypeilung brachte kein Ergebnis, so wurde um 23 Uhr mit der Bergrettung eine Suchaktion gestartet.
Bei Hotels geläutet
Mehr als 30 Mann der Ortsstellen Alpbach und Auffach/Wildschönau suchten mit Fahrzeugen beide Seiten des Schatzbergs ab. „Wir sind im Gipfelbereich auch die Steige abgegangen“, sagt André Fill, Chef der BR Auffach. Gegen 23.45 Uhr erfuhren die Einsatzkräfte dann, dass im Dorfzentrum von Alpbach eine Frau bei Hotels geläutet habe, um sich ein Zimmer zu nehmen. Weil das nicht möglich war, ging sie weiter.
Meine Vermutung, sie würde auf einer Bank schlafen, stellte sich als richtig heraus. Sie hatte zu wenig getrunken, daher wohl die Verwirrung. Wir konnten uns nur über eine Dolmetscherin unterhalten.
Thomas Schneider, Ortsstellenleiter Bergrettung Alpbach
900 Höhenmeter abgestiegen
Die Bergretter fanden die Slowakin schließlich um 0.50 Uhr auf einer Bank in Alpbach. Die Frau war – bei trockenem, warmem Wetter – nach 100 Höhenmetern Aufstieg – in der Nacht 900 Meter bei Dunkelheit abgestiegen. Sie schien verwirrt, aber körperlich in gutem Zustand zu sein. Die Rettung brachte sie ins Krankenhaus Kufstein.
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