Neue Risikofaktoren

Immer mehr Nichtraucher haben Lungenkrebs

Wissen
23.02.2026 17:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Rauchen gilt als eine der Hauptrisikofaktoren für Lungenkrebs. Jetzt erkranken immer mehr Menschen an der Krankheit, obwohl sie nie geraucht haben. Besonders jüngere Frauen sind betroffen. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen haben andere Auslöser zu dem Krebs geführt.

Lungenkrebs ist die häufigste krebsbedingte Todesursache in Europa. Obwohl die Sterblichkeit zurückgeht, zeigt sich, dass immer mehr Nichtraucher an der Krankheit leiden.

Feinstaubbelastung kann Ursache sein
Das Rauchen von Tabak bleibt weiterhin die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Experten gehen jedoch davon aus, dass zehn bis 25 Prozent aller Patienten nie selbst geraucht haben, wie die „NZZ“ berichtet. Forscher sehen demnach einen Zusammenhang mit Feinstaub aus Verkehr und Heizanlagen.

Umweltverschmutzung kann Krebs begünstigen
In einer großangelegten Untersuchung analysierten Forscher die Tumorzellen von Betroffenen, die nie geraucht haben. Sie fanden heraus, dass ein Teil der genetischen Veränderungen denen gleichen, die sonst bei Rauchern auftreten. Diese hingen mit der Feinstaubbelastung am Wohnort der Patienten zusammen. Ein Forscher meinte, die Umweltverschmutzung könne ruhende, schon vorgeschädigte Zellen „aufwecken“ und sie dazu bringen, Tumore zu bilden.

Vor allem Großstädte betroffen
Besonders hoch sei die Belastung in Städten mit dichtem Verkehr und in Regionen mit starkem Einsatz fossiler Brennstoffe, wie die „Bild“ berichtet. Abgase von Autos, Lkw und Heizungen sowie Emissionen aus Industrie, Kohle- und Holzöfen gelten als Hauptquellen. Ein besonderes Risiko besteht auch in ärmeren Ländern, wo laut internationalen Organisationen vor allem Frauen täglich dem Rauch von offenen Kochfeuern ausgesetzt sind.

Lungenkrebs oft erst spät erkannt
Das fatale Problem: Symptome wie anhaltender Husten oder Kurzatmigkeit werden bei Nichtrauchern oft lange nicht ernst genommen, weder von ihnen selbst noch im medizinischen Alltag. Dadurch wird der Tumor häufig erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, was die Heilungschancen massiv verschlechtert. Die notwendigen Therapien sind dann oft besonders langwierig.

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