Ab Freitag jagen Bayern mit Marcel Sabitzer den 11. Titel in Serie in einer Liga, in der nur Frankreich mehr Legionäre stellt. Ein genauerer Blick auf die deutsche Bundesliga:
Österreicher in Deutschland - das passt! Der Pionier war Wilhelm Huberts, er spielte in der Debütsaison der deutschen Bundesliga 1963/64 als einer von damals nur vier (!) Liga-Legionären Libero für Eintracht Frankfurt. Schon in den 1960er-Jahren stellte Österreich phasenweise das größte Legionärs-Kontingent, es waren aber nie mehr als acht Spieler.
2004 gab es nur vier rot-weiß-rote Kicker in der höchsten Liga des Lieblingsnachbarn, 2009 waren es zehn, 2015 bereits 19 und 2019 schon 32. Viermal in Serie war Österreich seit 2017 die Nr. 1 bei den Legionären, aktuell 22 Fremdarbeiter bedeuten Platz zwei hinter Frankreich (35). Insgesamt gibt es neun rot-weiß-rote Duos, für den Titel kommen davon nur die Leipziger Konrad Laimer und Xaver Schlager (kam aus Wolfsburg) in Frage.
„Schlager immer am Limit“
Letzterer muss noch um seinen Platz im Mittelfeld kämpfen. „Laimer und Kampl haben es in der Rückrunde sehr gut gemacht, weil sie wie Zwillinge sind und sich gut auf dem Platz verstehen“, so Trainer Tedesco. „Da ist das für einen neuen Spieler in der Kürze nicht so einfach. Aber Schlager ist ein positiver Typ, geht immer ans Limit und hat eine sehr gute Mentalität.“
Die man in München plötzlich auch Marcel Sabitzer nachsagt. „Er ist im Training immer einer der Besten“, schwärmte zuletzt Kollege Joshua Kimmich. Nach einem schwierigen ersten Jahr könnte der 28-Jährige durchstarten, Bayerns Ziele sind der 11. Titel in Serie und der Finaleinzug in der Champions League.
Mit Marco Friedl trägt ein Österreicher die Kapitänsschleife bei Bremen. im Vorjahr wollte der Innenverteidiger noch einen Wechsel zu Union Berlin provozieren, verweigerte gegen Rostock den Einsatz: „Den Rucksack habe ich lange mitgeschleppt, das war nicht korrekt von mir“, so der 24-Jährige. Bis 17 war Friedl Stürmer, ehe er von Heiko Herrlich zum Verteidiger umfunktioniert worden war: „Darüber bin ich heute noch froh!“ Wie Michael Gregoritsch über den Wechsel von Augsburg zu seiner siebenten Deutschland-Station, Freiburg. Mit Kulttrainer Christian Streich und Landsmann Philipp Lienhart greift er in der Europa League an.
DEUTSCHLAND, 1. RUNDE:
Freitag:
20.30 Uhr: Frankfurt - Bayern München.
Samstag:
15.30 Uhr:
Union Berlin - Hertha BSC,
Mönchengladbach - Hoffenheim,
Wolfsburg - Bremen,
Bochum - Mainz,
Augsburg - Freiburg.
18.30 Uhr:
Dortmund - Leverkusen
Sonntag:
15.30 Uhr:
Stuttgart - Leipzig
17.30 Uhr:
Köln - Schalke
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