Man möchte eigentlich meinen, dass unsere Polizei, im Volksmund ja gerne als Freunde und Helfer bezeichnet (was sie auch vielfach sind), genug zu tun hat. Stichwort etwa Grenzüberwachung, diesbezüglich braut sich ja bereits einiges zusammen, steht möglicherweise die nächste Invasion Illegaler an. Augenscheinlich hat sie aber nicht genug Aufgaben, zumindest lässt folgender Fall diesen Rückschluss zu. Betroffen sind ein paar Jugendliche, die nächtens um 0.40 Uhr in Innsbruck zu Fuß unterwegs waren. Konkret in der Anichstraße.
Die „übermütigen“ Burschen hatten die Unverfrorenheit, in der - um diese Zeit autoleeren - Straße nicht am Gehsteig zu gehen, sondern abseits davon, so wie es etwa erst kürzlich bei der Shopping Night in Innsbruck Hunderte Besucher auch machten. Aber am selben Ort das Gleiche tun heißt in Österreich ja noch lange nicht, dass es gleich behandelt wird. Der langen Rede kurzer Sinn: Nun flatterten einigen Betroffenen Strafverfügungen per eingeschriebenem Brief ins Haus. „Sie haben als Fußgänger den vorhandenen Gehsteig nicht benützt“, lautet der Vorwurf. Begründet mit § 76 Abs. 1 Straßenverkehrsordnung.
Zu zahlen sind 30 Euro bzw. können die „Täter“ auch 13 Stunden Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Wäre es nicht wahr, müsste man glauben, es handelt sich um eine Folge von „Versteckte Kamera“ oder „Verstehen Sie Spaß“. Leider Fehlanzeige. Hatten diese Beamten um diese Zeit wirklich nichts Wichtigeres zu tun?














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