23.07.2022 10:25 |

„Die grüne Lunge“

Ein millionenschweres Hilfspaket für unsere Wälder

Der österreichische Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) war am Freitag im Krumbacher Wald unterwegs. Gemeinsam mit Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger wurde ein Praxisbeispiel für einen klimafitten Wald in Augenschein genommen. Widerstandsfähige Wälder erfordern bei der Schnelligkeit und Dramatik der Klimaerwärmung gezielte Maßnahmen - etwa eine entsprechende Pflege oder die Aufforstung mit bestimmten Baumarten. Die Zukunft der Waldwirtschaft war auch einer der Schwerpunkte der auswärtigen Präsidentenkonferenz, die dieser Tage in Vorarlberg über die Bühne ging.

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Peter Feuersinger, Bezirksforsttechniker und Vertreter des Landesforstdienstes, erläuterte während einer kurzen Führung durch die Baumreihen, was einen zukunftsfähigen Plenterwald ausmacht: „Diese Art der Wälder enthält unterschiedliche Baumarten jeden Alters und ist somit recht widerstandsfähig gegenüber Wetterextremen. Die Holzgewinnung erfolgt in Einzelstammentnahmen, bei der auch der Boden geschont wird. Gerade für den Bregenzerwald ist das eine typische, kleinstrukturierte Nutzungsform.“ Diese nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung gestaltet sich allerdings wesentlich aufwändiger als die Rodung größerer Flächen.

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In Vorarlberg wäre ein Leben ohne Schutzwälder kaum vorstellbar. Der Forst ist unsere grüne Lunge und das daraus gewonnene Holz trägt dazu bei, fossile Rohstoffe zu ersetzen. Was in diesem Bereich investiert wird, kommt allen zugute.

Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger

Deshalb wurde der österreichische Waldfonds ins Leben gerufen, der mit 350 Millionen Euro „das größte Unterstützungspaket für die heimischen Wälder darstellt, das es bis dato gegeben hat“, wie Totschnig betonte.

6,5 Millionen sind budgetiert
Für die Plenterwaldbewirtschaftung im westlichsten Bundesland seien 2,6 Millionen Euro vorgesehen. „Insgesamt sind für Vorarlberg 6,5 Millionen Euro im Rahmen des Waldfonds budgetiert. Darüber hinaus stellen wir aus den Forstförderungen der ländlichen Entwicklung 13 Millionen Euro zur Verfügung“, so Totschnig.

Das Geld, das der Bund in den Wald investiere, sei bestens angelegt, zeigte sich Moosbrugger überzeugt: „In Vorarlberg wäre ein Leben und Wirtschaften ohne Schutzwälder kaum vorstellbar. Der Forst ist unsere grüne Lunge und das daraus gewonnene Holz trägt dazu bei, fossile Rohstoffe zu ersetzen. Was in diesem Bereich investiert wird, kommt allen zugute.“ 

Rubina Bergauer
Rubina Bergauer
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