Ein Kärntner Unternehmen produziert für die Bodenseegemeinde nachhaltige Verkehrstafeln aus Bambus. In den kommenden Jahren sollen alle Alu-Schilder der nachhaltigen Variante weichen.
Ein wenig erinnert das obige Bild von Bürgermeister Martin Staudinger an den verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, der im Jahr 2006 bei der Verrückung der Ortstafeln in Bleiburg und Ebersdorf tatkräftig anpackte. Bei Staudingers Neuinstallation geht es freilich nicht darum, zweisprachige Ortstafeln zu verhindern. Der Zweck ist vielmehr dem Klimawandel geschuldet: „Dieses Vorreiterprojekt markiert einen wichtigen Schritt für mehr Nachhaltigkeit und die Reduktion von CO₂ in unserer Gemeinde. Vorarlbergs erstes Ortsschild aus Holz soll der Auftakt dazu sein, in Hard künftig nurmehr Verkehrsschilder aus nachwachsenden Materialien aufzustellen“, kündigt Staudinger an.
Insgesamt gibt es in Hard über 2200 Verkehrszeichen und Tafeln aus Aluminium, die nach und nach durch die Holzschilder ersetzt werden sollen. Kärntner sind übrigens auch dieses Mal involviert – und zwar nicht als politische Agitatoren, sondern als Lieferanten: Die aus Bambus gefertigten Exemplare werden nämlich in Grafenstein bei Klagenfurt produziert. „Bambus wächst schnell, absorbiert CO₂ und ist besonders klimaneutral. Verglichen mit dem CO₂-Wert eines Alu-Schildes weist ein Bambus-Schild eine Emissionsersparnis von über 20 Kilogramm CO₂ auf“, erklärt ITEK-Geschäftsführer Karl Kaltenhauser.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.