Salzburgs Schuldnerberater warnen: Die Teuerung dürfte schon bald die Zahl der Privatkonkurse stark ansteigen lassen.
Die Zahlen sprechen sich für sich: 141 Menschen schlitterten in der ersten Jahreshälfte in Salzburg in die Pleite. Ein Plus von 16, 5 Prozent.
Bei Fallzahlen wie dieser dürfte es heuer allerdings nicht bleiben, warnt Peter Niederreiter, Geschäftsführer der Schuldenberatung Salzburg.
Die enormen Preissteigerungen dürften ihren Tribut fordern – die stark steigenden Lebenskosten setzten den Menschen immer mehr zu. „Wir erwarten, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2022 und 2023 richtig ansteigen wird“, berichtet Niederreiter.
Doppelt so viele Pleiten im zweiten Quartal 2022
Erste Tendenzen für eine Zunahme der Privatpleiten habe sich bereits angezeichnet: Im zweiten Quartal wurden bei der Schuldenberatung 60 Konkurse verzeichnet – also doppelt so viele, wie noch im vorangegangen Quartal. „Wir sind damit nicht mehr weit weg vom Niveau von 2019“, sagt Niederreiter.
Mit ein Grund: „Die Leute haben den Kopf dafür, so etwas anzugehen“, berichtet der Experte.
In finanzielle Not geratenen Salzburgern rät Niederreiter vor allem eines: „Die Leute sollen nicht selbst herumprobieren, sondern so schnell wie möglich kommen und die Hilfe einer staatlich anerkannten Schuldenberatung in Anspruch nehmen.“














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