Nach Schitter-Abgang

Das große Buhlen um den Vorstandsposten startet

Salzburg
15.07.2022 13:00

Bei der Salzburg AG werden die Karten neu gemischt: Bis 16. August wird ein Nachfolger für Vorstand Schitter gesucht. Das Interesse ist groß.

Erst vor gut zwei Wochen gab die Salzburg AG bekannt, dass ihr Generaldirektor, Leonhard Schitter, mit Jahreswechsel zur Energie AG wechselt. Nun ist die Suche nach einem neuen Vorstand voll angelaufen: Der Aufsichtsrat entband am Donnerstagvormittag Schitter nicht nur von seinem laufenden Vertrag und der auferlegten Konkurrenzklausel.

Die Aufsichtsräte haben auch die Neuausschreibung der freigewordenen Vorstandsstelle abgenickt. Bis 16. August läuft die Bewerbungsfrist, das Personalbüro Spencer Stuart Management Consulting führt das Bewerbungsverfahren durch, heißt es aus dem Büro von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) – er ist auch Aufsichtsratsvorsitzender des Landesenergieversorgers.

Das Interesse an dem freigewordenen Chefsessel in der Bayerhamerstraße scheint jedenfalls groß zu sein. Auch hausinterintern: Informierten Kreisen zufolge soll der derzeitige Geschäftsführer der Salzburg Netz GmbH, Herwig Struber , nicht nur gute Chancen haben, den Topjob zu ergattern. Er soll an der Stelle auch interessiert sein.

Kommentieren will er seine Ambitionen auf „Krone“ Anfrage allerdings nicht. „Wir geben zu dieser Anfrage keine Auskunft“, lässt er ausrichten. Die erste Vorstandsbewerbung seinerseits wäre es nicht – er hatte 2020 das Nachsehen gegenüber Brigitte Bach, die seit 1.Jänner 2022 Vorständin ist.

Ähnlich zugeknöpft zeigt sich auch Johannes Hörl, der aktuell der Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG ist. Auch er gilt als einer der Favorit im Rennen um den Job. Zu seinen Ambitionen wollte er sich am Donnerstag aber nicht äußern. Auch Ex-ORF-Stiftungsrat Matthias Limbeck wird großes Interesse nachgesagt. Er dementiert allerdings. „Das stimmt überhaupt nicht“, sagt er.

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„Der neue Vorstand muss wieder ein konstruktives Klima mit dem Betriebsrat herstellen. Und auch was erneuerbare Energie betrifft in die Gänge kommen.“

Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne)

Nachsatz: „Da braucht es jemand, der im Bereich Energie Kompetenz hat. Und die habe ich nicht“, sagt Limbeck. Er will weiterhin im Bereich Consulting tätig sein. Ähnlich sieht es auch Landesvize Heinrich Schellhorn (Grüne), der auch im Salzburg AG-Aufsichtsrat sitzt – Quereinsteiger ohne Energie-Erfahrung wünscht er sich nicht. Er ortet große Aufgaben. „Der neue Vorstand muss wieder ein konstruktives Klima mit dem Betriebsrat herstellen. Und auch was erneuerbare Energie betrifft in die Gänge kommen.“

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