Ein Nachspiel hat eine umgeschnittene Hecke nahe dem Salzburger Flughafen. Der Anrainerschutzverband hatte Anzeige erstattet. Nun stellt sich heraus: Die Bäume hätten nicht gefällt werden dürfen. Der Flughafen erfährt von der „Krone“ davon.
In der Loiger Straße waren laut Stadt Salzburg 30 Bäume gefällt worden. Dies war nicht rechtens, wie die Stadt Salzburg nun mitteilte. „Der betroffene Bereich gehört zum gemäß § 26 Naturschutzgesetz geschützten Biotop ,Baumhecke O Loiger Straße‘“, heißt es in einer Aussendung. Nun werde zudem geprüft, ob es Auswirkungen auf geschützte Tierarten gebe.
Derzeit werde ein Gutachten erstellt, schon jetzt sei aber klar, dass die Hecke wiederhergestellt werden müsse. Der Flughafen hat der „Krone“ noch vor wenigen Tagen mitgeteilt, er lasse die Rechtssicherheit der Abholzung derzeit nachträglich überprüfen, sei sich aber sicher, korrekt gehandelt zu haben.
Fällung war illegal
Offenbar hatte man nicht damit gerechnet, dass die Fällung illegal war. Über die Entscheidung der Naturschutzbehörde erfuhr am Donnerstag ein Flughafensprecher erst bei einem Anruf der „Krone“.
Die Naturschutzbehörde begründet ihre Entscheidung damit, dass die Entfernung der Bäume einen erheblichen Eingriff in ein geschütztes Biotop darstelle. „Gerade auf einem Emissions- und Lärmschutzwall in unmittelbarer Nähe zum Flughafen erfüllen Baumhecken eine wichtige ökologische und funktionale Rolle – sowohl als Lebensraum für Tiere als auch als Schutzstruktur gegenüber Lärm und Emissionen“, heißt es weiter.
Weitere Konsequenzen
Nun muss der Flughafen womöglich noch mit anderen Konsequenzen rechnen: Neben der Wiederherstellung der Hecke werden naturschutzrechtliche Verstöße geprüft.
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