Erstmals seit den Australian Open 1992 fand gestern ein Grand-Slam-Semifinale nicht statt, weil ein Spieler verletzungsbedingt nicht antreten konnte. Für Rafael Nadal war es sicher die richtige Entscheidung …
Denn wie er betonte, Weiterspielen hätte die Verletzung verschlimmert, erneut eine lange Pause bedeutet, vielleicht gar inklusive Verpassen der US Open,und er hätte sich nicht vorstellen können, mit den Schmerzen noch zwei Matches zu gewinnen.
Schade ist es natürlich für die Zuschauer, dass es kein Semifinale gab. Eine heiße Debatte unter Fans und Journalisten entbrannte, ob man denn nicht den Nadal unterlegenen Taylor Fritz gegen Nick Kyrgios spielen lasse. Schließlich gebe es auch vor Beginn des Hauptbewerbs das Lucky-Loser-System.
Vor allem die Spieler selbst sind dagegen, und das ist richtig so. „Nein, nein, nein, du kannst nicht im Viertelfinale verlieren und dann den Grand Slam gewinnen“, brachte es Ex-Star Andy Roddick auf den Punkt, dass so ein Fall einen sehr komischen Beigeschmack hätte. Das empfindet auch Fritz selbst so. „Wenn ich Nadal nicht besiegen konnte, verdiene ich es nicht, im Semifinale zu sein. So einfach ist es“, meldete er sich zu Wort. Übrigens schon wieder aus den USA.
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