Das ist neu: ein Mix aus Kultur-Biergarten, flexiblen Bürolösungen und Gästehaus - Rahel Schoenthals und Roland Langs „Honolulu Hotel“.
Seit langem versucht die Stadt Bregenz, das etwas marode Weiherviertel neu zu beleben. Und siehe da, es passiert tatsächlich etwas. Zu verdanken ist dies Rahel Schoenthal und Roland Lang, die im ehemaligen „Hotel Helvetia“ vergangene Woche das „Honolulu Hotel“ eröffneten. Das klingt nicht nur exotisch. Hier wird, zumindest für die Region, wirkliches Neuland betreten. „Das “Honolulu„ ist kein Hotel im engeren Sinn, es gibt etwa keine Küche. Wir möchten vielmehr einen Tummelplatz für kreative Leute schaffen“, schildert Roland, gebürtiger Bregenzer, das Konzept, das er gemeinsam mit seiner Partnerin erarbeitet hat.
Erfahrungen mit ungewöhnlichen Häusern haben die beiden aus Berlin mitgebracht, wo Roland in diversen Funktionen im „Michelberger Hotel“ tätig war und wo er auch Rahel kennen- und lieben lernte. Das dortige Konzept der individuell designten Zimmer übertragen die beiden ebenso auf Bregenz wie auch die Nähe zur Kultur. „Im Michelberger gingen Filmgrößen wie Jim Jarmusch und David Lynch ein und aus, was eine inspirierende Atmosphäre schuf“, erzählt Roland, der selbst die Filmakademie absolviert hat und unter anderem mit Schauspieler-Urgestein Didi Hallervorden bei Film und Theater arbeitete.
Immer wieder Gustostückerl
Atmosphäre ist auch das Zauberwort bei der Einrichtung im „Honolulu Hotel“. „Wir sind gut vernetzt und bekommen von Freunden immer wieder Gustostückerl, seien es Kunstwerke oder Interieur, die wir in die Einrichtung integrieren“, schätzt Rahel den Retro-Look des neuen Treffpunkts im Herzen der Stadt, der auch perfekt zum ebenfalls im Haus untergebrachten Popup-Store „Vintage by carla“ passt.
Frischer Wind fürs Weiherviertel
Denn dass das „Honolulu Hotel“, benannt nach Rolands ehemaliger Filmproduktions-Firma, ein Treffpunkt wird, ist abzusehen. „Der Biergarten mit Café- und Bar-Truck wird das Herz des Projekts“, sind sich die beiden sicher. In dem in Bregenz ohnehin seltenen Gastgarten-Ambiente werden zudem Lesungen und Konzerte, aber auch Filmvorführungen mit Kopfhörern, sogenanntes „Silent Cinema“, stattfinden.
Und neben Nächtigung, Gemütlichkeit und Kunst findet auch die Arbeitswelt ihren Platz. „Im ersten Stock vermieten wir Räume und bieten flexible Bürolösungen an. Manche haben die Chance schon ergriffen, aber es gäbe noch Büros“, setzen Rahel und Roland auf diesen eher in Großstädten bewährten Mix. „Der Weg von Helvetia nach Honolulu war eine Berg- und Talfahrt. Umso mehr freuen wir uns auf den frischen Wind, den wir hoffentlich mit nach Bregenz bringen,“ sind beide optimistisch. Schaden wäre es keiner...
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