23.06.2022 16:27 |

Juristisches Nachspiel

Schülerrettung wird Fall für Staatsanwaltschaft

Die Rettung von 99 deutschen Schülern im Kleinwalsertal in Vorarlberg hat nicht nur eine horrende Rechnung der Bergrettung nach sich gezogen, sondern hat auch ein juristisches Nachspiel.

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Mit der Bergung von 99 im Kleinwalsertal in Bergnot geratenen Schülerinnen und Schülern und acht Lehrpersonen im Kleinwalsertal befasst sich nun die Staatsanwaltschaft. „Der Bericht der Polizei ist eingelangt und wird derzeit geprüft“, erklärte Heinz Rusch, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Feldkirch, am Donnerstag. Weitere Details gab Rusch nicht bekannt.

Route im Internet gefunden
Die aus Zwölf- bis Vierzehnjährigen bestehende Gruppe aus Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) war am 7. Juni auf einer nicht beschilderten Tour auf dem schmalen Heuberggrat, der laut Polizei „Schwindelfreiheit, Trittsicherheit sowie Erfahrung im alpinen Gelände erfordert“, in Bergnot geraten. Grundlage für die Auswahl der Tour war eine Bewertung auf einer Bergsteigerseite im Internet gewesen.

Etwa 70 Personen wurden mit zwei Hubschraubern mittels Taubergung und Evakuierungssets geborgen, die anderen stiegen von der Bergrettung begleitet ab. Die durchnässten und unterkühlten Kinder mussten vom Kriseninterventionsteam (KIT) betreut werden, mittlerweile ist die Gruppe wieder zu Hause in Deutschland.

18.000 Euro-Rechnung
Der Fall hatte überregional für Schlagzeilen und Unverständnis gesorgt. Die Kosten für den Einsatz der Bergrettung werden auf rund 18.000 Euro geschätzt. Die Rechnung wurde der Schule zugestellt. Wer sie tatsächlich begleichen wird, ist immer noch nicht endgültig geklärt.

 Vorarlberg-Krone
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