Trainer Dave Salo hat das Tagesprogramm sukzessive auf nur wenige Schwimm-Kilometer reduziert, dieses Pensum hat es jedoch umso mehr in sich. "Wir trainieren jetzt nur noch im Wettkampftempo", berichtete Rogan. Die Gestaltung des Trainings ähnelt sehr dem, das er sonst in Los Angeles absolviert: "Viel Energie und Konkurrenzkampf", berichtete der OSV-Star. "Nur verzeiht Dave jetzt weniger Fehler und wir werden langsam - positiv - nervös."
Aus Rogans sonstiger Trainingsgruppe sind mit den Olympiasiegern Oussame Mellouli aus Tunesien und Kosuke Kitajima aus Japan sowie Katinka Hosszu aus Ungarn drei Stars dabei. Dazu gesellen sich ein weiterer Tunesier, zwei Südamerikaner und noch einige Japaner. Die US-Asse aus Rogans LA-Truppe sind, wie vorgesehen, wegen der Angst vor der Strahlung nach der Atom-Katastrophe in Fukushima nach Australien geflogen.
"Übervorsichtige" Trainingskollegen
Österreichs "Sportler des Jahres 2004" kann das nicht ganz nachvollziehen. "Noch weniger, wenn sie drei Tage vor der WM zehn Stunden im Flieger sitzen", meinte der Wiener. "Aber Amerikaner sind halt gerne übervorsichtig." Am Freitag erlebte Rogan eines der vielen Erdbeben in der japanischen Hauptstadt selbst mit. "Die Leute hier nehmen das ziemlich locker. Für uns war es mehr Schock als tatsächliche Gefahr. In jedem Fall ist eine kurze Erinnerung, wie klein man auf der Welt ist, recht gut."
Auch Dinko Jukic hofft auf Medaille
Österreichs zweiter WM-Medaillenanwärter neben Rogan ist Dinko Jukic. Der 22-Jährige bereitet sich mit den übrigen zehn OSV-WM-Teilnehmern in Peking vor. Seine volle Konzentration auf Einzelstrecken gilt den 200 Metern Lagen. "Das wird die engste 200er-Entscheidung", sagte der Wiener. "Da liegen 19 Leute innerhalb von 1,5 Sekunden." In Peking wird auch an den Staffel-Wechseln gearbeitet, auch wenn Rogan noch nicht dabei ist. Jukic: "Markus ist Profi genug, dass er das in zwei, drei Tagen schafft."
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