Voest-Chef warnt:

„Ohne Gas gibt es keine Stahllieferungen“

Sollte Russland den Gashahn zudrehen und es deshalb in Europa zu einem Ausfall der Gaslieferungen kommen, wäre dies „dramatisch“. So beschreibt Voestalpine-General Herbert Eibensteiner das drohende Szenario infolge des Ukraine-Krieges.

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 Ein Gasembargo sei „nicht oder schwer“ managebar, sagt Eibensteiner: „Ohne Gas keine Stahllieferungen.“ Ganz allgemein würden wesentliche industrielle Prozesse zum Stillstand kommen. Das wäre für alle fatal, so der Chef des Linzer Stahlkonzerns: Lieferketten würden zusammenbrechen, die Arbeitslosenzahlen emporschnellen – vor allem, wenn der Ausfall von Erdgas länger anhalten sollte. Mit der Regierung gebe es nur „sporadisch“ Gespräche zur Gasversorgung. Dabei stehe die Voest auch ohne Gasembargo mitten in einem anspruchsvollen Transformationsprozess zur Reduktion des CO2-Ausstoßes.

„Grüner“ Stahl bis 2050
„Wir sind startbereit“, fordert Eibensteiner die Regierung auf, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen – von den Stromleitungen bis zu der Logistik und den Genehmigungen. Noch ist die Voest der größte CO2-Emittent im Land, aber das soll anders werden: Von einer Milliarde Euro ist die Rede, die investiert werden soll, um bis 2027 von dem traditionellen Hochofen-Verfahren auf Elektrostahl umzustellen. Bis 2050 soll dann – dank des grünen Wasserstoffs – eine CO2-neutrale Produktion möglich sein.

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