07.05.2022 16:12 |

Medikamente im Gepäck

Ukraine: Doskozil auf Hilfsmission im Kriegsgebiet

Auf ganz besondere Mission begab sich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil angesichts des Krieges in der Ukraine. Im Dienstwagen fuhr er knapp 1400 Kilometer hin- und retour, um Hilfsgüter zu überbringen und einen neuen Kooperationsvertrag mit der westlichen Region Transkarpatien zu besiegeln.

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Eine sieben Stunden lange Fahrt stand Doskozil bevor, als am Samstag zeitig in der Früh vor dem Landhaus in Eisenstadt die nächste rot-goldene Hilfsaktion anrollte. Kurz vor der Abfahrt meldeten internationale Nachrichtenagenturen, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj nun verstärkte Luftangriffe auf sein Land befürchte. „Ein weiterer drohender Rückschlag in diesem Kriegsdilemma“, hieß es.

Begleitet wurde Doskozil unter anderem vom ukrainischen Botschafter in Österreich, Vasyl Khymynets. Im Gepäck: Ultraschallgerät, Blutdruckmesser und dringend benötigte Medikamente als Hilfslieferung. Bei der ersten kurzen Rast erzählte der Botschafter von Fedir Schandor, einem befreundeten Professor der Universität Uschhorod, der momentan an vorderster Gefechtslinie seine Heimat verteidigt. Das Bild von dem renommierten Wissenschafter im Schützengraben ging via Internet um die Welt. „Sobald die Möglichkeit besteht, wird der Gelehrte für seine Studenten e-Vorlesungen von der Front halten“, sagte Khymynets.

Als erstes Ziel im Krisengebiet, nachdem die Grenze Záhony-Chop - verbunden mit strenger Kontrolle - passiert war, steuerte die burgenländische Delegation die transkarpatische regionale Militärverwaltung an: Kurz davor Fliegeralarm! In Uschhorod erfolgte die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der westukrainischen Region und dem Burgenland - eines früheren Abkommens, das damit erneuert wurde. Gouverneur Viktor Mykyta betonte, wie wichtig diese Unterstützung für die gesamte Bevölkerung ist.

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Die Kooperation wird nicht nur auf dem Papier bestehen, wir werden sie in intensiver Zusammenarbeit mit Leben erfüllen. In einem nächsten Schritt werden bis zu sieben Löschfahrzeuge in die Ukraine überstellt und im Sommer wird es eine Ferienaktion für 600 Mütter und Kinder geben.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil

Kurz darauf stand der Besuch des Kinderspitals in Mukachevo auf dem Programm. Die medizinische Versorgung im Krankenhaus wird mit Spenden aus dem Burgenland gezielt gefördert.

Erst spät am Abend ging es für Doskozil knapp 700 Kilometer zurück in die burgenländische Heimat.

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