29.04.2022 19:15 |

Von 42 auf 50 Cent

Wird Ruf nach mehr Kilometergeld endlich erhört?

Die Steiermark als Land der Pendler: Mittlerweile verlassen knapp 65 Prozent aller unselbstständigen Erwerbstätigen ihre Wohnortgemeinde für die Arbeit, Tendenz weiter steigend. Um die angespannte Situation der rund 350.000 Betroffenen zu verbessern, steigt die steirische Pendlerinitiative beim Infrastrukturausbau sowie der Erhöhung des Kilometergeldes nun ordentlich aufs Gas.

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Von 42 auf 50 Cent: Seit Langem fordern die steirischen Interessensvertreter eine Anhebung des amtlichen Kilometergeldes - nun dürfte man mit seinem Ansinnen am Ziel sein: „Die Gespräche sind sehr weit gediehen, wir sind zuversichtlich, dass die Erhöhung demnächst durchgeht“, sagte Franz Gosch, Obmann der steirischen Pendlerinitiative, am Freitag bei einem Pressegespräch.

Darüber würden sich sehr viele Steirer freuen, denn etwa zwei Drittel der 346.469 Auspendler sind heute mit dem Auto unterwegs: „Viele können einfach nicht anders. Im ländlichen Raum sind die Busverbindungen in den letzten Jahren oftmals schlechter statt besser geworden“, weiß der Experte.

A9-Ausbau: „Letztes Wort noch nicht gesprochen“
Jedoch - Klimaticket und steigende Spritpreise würden gerade eine Trendumkehr bewirken: „Wir registrieren einen regen Zustrom bei sämtlichen Öffis“, berichtete Obmann-Stellvertreter Walter Semlitsch. Dennoch führe auch an dem Ausbau der A9 von Graz West nach Wildon kein Weg vorbei: „Es braucht beim Infrastrukturausbau eine gesunde Mischung von Straßennetz und Öffentlichem Verkehr - anders wird’s nicht mehr gehen“, will der 43-Jährige den Druck Richtung Wien weiter erhöhen.

Zitat Icon

In Sachen A9-Ausbau ist das letzte Wort sicher noch nicht gesprochen

Walter Semlitsch von der steirischen Pendlerinitiative

Vision: Steuerliche Abschreibung des Kilometergeldes
Während Fahrgemeinschaften als schneller Weg zur Kostensenkung empfohlen werden (www.mitfahrboerse.st), streben die Verantwortlichen mittelfristig eine völlig neue Pendlerförderung an. Eine Geltendmachung der Gesamtkosten bilden das Herzstück des umfassenden Konzepts.

Führungswechsel nach 28 Jahren
Franz Gosch wird diesen Weg übrigens nicht mehr aktiv begleiten: Der 64-jährige Brucker übergibt den Vorsitz nach 28 Jahren an Nachfolger Peter Amreich.

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