Pensionistin berichtet

„Einbrecher“ retten Ernestine (80) vor Flammen

Schwere Schäden hat das nächtliche Feuer in einem Wohnhaus am Wiener Mortaraplatz im Bezirk Brigittenau hinterlassen. 39 Mann der Feuerwehr hatten - wie berichtet - zwei Stunden lang gegen das Feuer in einer Wohnung im ersten Stock gekämpft. Drei Menschen mussten von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet werden - unter ihnen Pensionistin Ernestine, die der „Krone“ am Tag nach dem Brand von dem Einsatz berichtete.

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Deutliche Spuren zeugen am Morgen danach von dem spätabendlichen Feuer am Mortaraplatz. Die Fenster, aus denen noch Stunden zuvor hohe Flammen geschlagen hatten, weisen deutliche Schäden auf. Im Innenhof liegen diverse Gegenstände, die noch aus der Brandwohnung stammen. Glas der zerborstenen Fenster säumen das Areal rund um den Einsatzort. Im Inneren des Gebäudes dominiert der intensive Geruch nach Rauch.

Feuer in Nachbarwohnung
Und auch so manchem Bewohner sitzt der Schreck noch etwas in den Knochen, wie sich beim „Krone“-Lokalaugenschein zeigt. So etwa bei der Frau, die direkt neben jener Wohnung lebt, in der es in der Nacht zum Brandausbruch gekommen war.

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Keine Angst, wir sind keine Einbrecher, wir sind von der Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte

Vom Feuer mitbekommen hatte die Pensionistin zunächst aber nichts. Sie war um 23.45 Uhr bereits im Bett und schlief. Dann allerdings wurde sie jäh geweckt, berichtet die Über-80-Jährige im „Krone“-Gespräch: „Plötzlich hat mir jemand mit der Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet“, so die Pensionistin, „und zu mir gesagt: ,Keine Angst, wir sind keine Einbrecher, wir sind von der Feuerwehr‘.“

„Mein Blutdruck ist ein bisserl hoch“
Daraufhin hätten die Helfer sie ins Freie gebracht und beim Runtergehen gestützt, schildert Ernestine weiter. Die Pensionistin blieb bei dem Feuer unverletzt, eine Rauchgasvergiftung hatte sie ebenfalls - trotz der Nähe zur Brandwohnung - nicht erlitten. Spurlos vorübergegangen ist die Aufregung nach dem Brandeinsatz an ihr aber dennoch nicht. „Mein Blutdruck ist seitdem ein bisserl hoch“, so Ernestine.

Neben der Pensionistin wurde von den Feuerwehrleuten auch ein Mann mit Kind aus dem Haus gerettet. Die übrigen Bewohner hatten sich selbst in Sicherheit bringen können. Ein Mann musste von der Berufsrettung verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

Zur Brandursache laufen aktuell die Ermittlungen. Gemunkelt wird im Haus, es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis dort etwas passiert ...

Stefan Steinkogler
Stefan Steinkogler
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