27.03.2022 11:00 |

Neues von Steirer-Band

Alle Achtung: „Schubladen sind für Socken da!“

Die fünf Musiker der steirischen Band „Alle Achtung“ sind ein eingeschworenes Team, das Hits am laufenden Band liefert. Nun legen sie mit „Liebe & Krawall“ ein neues Album vor.

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Viel zu lange hat der Winter mit Konzertabsagen, Verschiebungen, Corona-Verwirrungen allen den Nerv gezogen. Umso mehr genießt Alle- Achtung-Sänger Christian Stani die Märzsonne, die Lebensgeister in der Unterhaltungsbranche weckt und Hoffnung schürt.

Thal ist Heimatgemeinde der Band
In der Heimatgemeinde Thal nehmen die Menschen Anteil am Karriereverlauf ihrer Band. Ein Bauer springt von seinem Traktor, will auf die Schnelle Alle Achtung zur Teilnahme am großen Ukraine-Benefizkonzert (3. April, Schwarzl-Zentrum) gratulieren, wo die Popband aus vielen Schlagergrößen heraussticht: „Bei uns gibt es keine Berührungsängste, weil wir uns in jedem Genre wohlfühlen“, beteuert der Sänger.

Das ermuntert den Landwirt zum Nachhaken, ob Alle Achtung mehr oder weniger kosten als die Stoakogler. Über die Antwort schmunzelt der smarte Band-Frontman hinweg, denn woher soll der 42-Jährige wissen, welche Gagen die Volksmusikstars in ihrer Blütezeit kassierten?

Eines verbindet die mit Platin und Gold ausgezeichnete Popband mit den Volksmusikstars aus Gasen. In beiden Fällen machte sie ein Gassenhauer über Nacht populär und nachhaltig erfolgreich. Die Willingshofer-Brüder hatten jedoch das Glück, dass ihr „Steirermen“ von einem lähmenden Virus verschont blieb, während die „Marie“ vom Unterhaltungslockdown stark beschnitten wurde.

Die Erfolgsrakete hätte viel höher steigen können, auch finanziell wäre viel mehr „Marie“ möglich gewesen. Doch der persönliche Wert des Partyhits lässt sich nicht in Zahlen messen. „Marie hat mir viel Selbstwertgefühl gebracht, und ich kann endlich von meiner Berufung hauptberuflich leben.“

Neues Album ist erschienen
30 Jahre lang hat der Musiker darauf hingearbeitet und krönt die Bemühungen nun mit dem neuen Album „Liebe & Krawall“. Mit den bisherigen Hits „Marie“, „Bowie“ und „Sono il Destiono“ fühlt es sich wie ein Best-of-Album der Mehrgenerationenband an, die sich mit dem Songschreiben und Experimentieren zwei Jahre Zeit gelassen hat.

Mit dem Song „Cool oder nicht“ geht es soundtechnisch ab in die 80er-Jahre. Das dazugehörige Video wird gerade bei Kastner & Öhler in Graz fertiggedreht. „Davon habe ich schon als Kind geträumt, eine Nacht lang in einem Einkaufsgeschäft eingeschlossen zu sein, um dort alles an- und auszuprobieren.“

Garantie auf Ohrwürmer
Mit dem „Vaterlied“ probieren sich Alle Achtung auch mit einem leisen und nachdenklichen Lied aus, während die allerneueste Singleauskoppelung „Himmelsteiche Ost“ von einem gottverlassenen Parkplatz inspiriert wurde. Mit Garantie auf Ohrwürmer geht das Album, das nach langem Hin und Her nun am 1. April erscheint, in die Charts. „Ohne live auf der Bühne zu stehen, macht eine Veröffentlichung keinen Sinn.“ sind sich Plattenfirma und die Musiker sicher, die nach langer Bühnenabstinenz auf die nächste Woche startende Livetour hinfiebern.

Denn Corona ist nach wie vor ein Spaßverderber, wie sich mit der geplatzten Releaseparty zum Album zeigt. Alles war für das langersehnte Event mit vielen Gästen arrangiert. „Natürlich ist man im ersten Moment sauer, doch wir sind mittlerweile Weltmeister im Geduldüben“, nimmt Stani den verhunzten Start gelassen.

Vorfreude auf Konzerte
Das persönliche Highlight des Jahres 2022: Die romantischen Bühnenrandalierer sind beim Nova-Rock-Festival am 9. Juni dabei und stehen eine Woche zuvor bei der Schlagershow „Starnacht in Mörbisch“ auf der Bühne.

Alle Achtung haben mit ihren Songs den Hörer- und Publikumskreis auf das maximale Spektrum erweitert. „Selbst Ö3 zeigte sich verwundert, wen wir alles mit unserer Musik ansprechen“, schmunzelt der Beatles-Fan, der Roland Kaiser zitiert. „Schubladen sind für Socken da, aber nicht für Musik und Menschen. Unsere Musik berührt die Leute. Gerade in diesen belastenden Zeiten sorgen unsere Songs einige Minuten lang für gute Stimmung und machen Freude.“

Das hat auch schon Gerda Rogers gesehen, die bei „Marie“ ins Schwarze getroffen hat. „Frau Rogers hat uns auch einen internationalen Durchbruch vorausgesagt, aber der wartet auf uns Optimisten noch.“

Erich Fuchs
Erich Fuchs
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