Sa, 15. Dezember 2018

Crash nach Auftritt

29.05.2011 11:11

Musiker Rik und zweiter Lenker bei Autounfall getötet

Der Linzer Liedermacher Rik (Bild) sowie ein weiterer Pkw-Lenker sind in der Nacht auf Sonntag bei einem Unfall im oberösterreichischen Innviertel ums Leben gekommen. Der 47-jährige Musiker und der zweite Autofahrer, ein 41-jähriger Oberösterreicher, waren mit ihren Fahrzeugen auf einem geraden Straßenstück im Bezirk Ried im Innkreis frontal kollidiert - beide waren laut Polizei sofort tot.

Der Unfall geschah gegen 1.50 Uhr auf der Osternacher Straße zwischen Lambrechten und Ort im Innkreis. Beide Autos wurden in eine Wiese geschleudert, für die Lenker kam jede Hilfe zu spät, berichtete die Sicherheitsdirektion Oberöstereich am Sonntag. Da es keine Augenzeugen gibt, sei es sehr schwierig, den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, so ein Polizist.

Alkotests wurden nicht angeordnet. Rik war mit seinem schwarzen Bus unterwegs - er dürfte gerade auf dem Heimweg von einem Auftritt in Andorf gewesen sein. Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich um einen Familienvater aus Riedau.

"Schwarzer Barde" und mehrfacher Preisträger
Karl Richard Benedik alias Rik hatte erst vor Kurzem sein 25-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Seine schwarze Kleidung brachte ihm auch den Namen "Schwarzer Barde" ein. Seine Auftritte führten ihn durch zahlreiche Gala-Veranstaltungen in Österreich, quer durch Europa bis nach Moskau und als musikalischer Botschafter nach China. Zuletzt veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "So bin ich eben".

Rik erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter den deutschen Liedermacherpreis, Preise der internationalen Song Expo (2002, 2003 und 2004) sowie die Kulturmedaille der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich. Rik unterrichtete auch an der Linzer Körner Schule Musikerziehung.

Namensstreit mit "Starmaniac"
Schlagzeilen machte der Liedermacher 2007 - er hatte Klage gegen den ehemaligen "Starmania"-Kandidaten Eric Papilaya eingebracht. Papilaya wollte sich nach seinem Bekanntwerden "Ric" nennen. Das zuständige Handelsgericht Wien entschied damals jedoch, dass sich nur Karl Benedik "Rik" nennen dürfe, Papilaya musste sich von seinem Pseudonym trennen.

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