Plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Nachdem Ende Februar 2020 der erste Covid-Fall in der Steiermark bestätigt wurde, sollte es nur noch zwei Wochen dauern, bis der damalige Bundeskanzler Sebastian Kurz im Fernsehen verkündete: „Österreich geht für ein paar Wochen in einen Lockdown!“
Ein historischer Satz, der bei den Steirern unterschiedliche Reaktionen auslöste: „Wir sind noch einmal in die Sauna gegangen“, erinnert sich ein älterer Herr. Ein Jüngerer meint: „Ein Freund und ich haben uns noch eine Playstation gekauft.“ „Ich bin schnell aus Belgien heim: Ich hatte Angst, nicht mehr über die Grenze zu kommen!“, denkt eine junge Frau zurück.
Vollgestopfte Einkaufswagen und leere Regale gab es überall. Sabine H. deckte sich auch mit Notfallrationen ein: „Ich habe Klopapier, Knäckebrot, Nudeln und Pesto gekauft“, berichtet sie. Jenny und Kevin „hamsterten“ nicht: „Wir waren nicht in Panik. Lustig war, dass wir ab Montag dann zusammen in der Jogginghose am Esstisch arbeiteten.“ Nach wie vor haben sie kein Büro daheim eingerichtet. Der Bekannte von Sabine hat sich zuerst auch aufs Homeoffice gefreut: „Weil ich Langschläfer bin.“ Er habe aber nicht gedacht, dass der erste Lockdown so lange dauern würde. Denn erst zwei Monate später, am 1. Mai 2020, hob man ihn wieder auf.
„Hoffen auf kein dreijähriges Jubiläum“
Zwei Jahre später hat sich die Lage wieder normalisiert. „Am Schloßberg und am Eisernen Tor in Graz ist wieder extrem viel los“, sagt Edeltraud, die wir auf der Straße treffen. Sie und ihr Mann hätten nie Angst vor Corona gehabt, sie bemerke aber schon, dass die Leute auch jetzt noch zurückhaltend seien. „Ob auch dieses Jahr noch einmal ein Lockdown kommt, steht in den Sternen.“









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