11.03.2022 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Wladimir Putins „letzte Freunde“

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Der Kreml-Chef ist für viele im Westen schon seit Langem ein rotes Tuch. Er schlägt zu, wo immer es ihm passt, Menschenrechte interessieren ihn nicht, und von der Demokratie im westlichen Sinne hält er auch nichts - obwohl er von einer deutlichen Mehrheit der Russen gewählt ist und wohl auch heute noch eine Wahl ohne Fälschungen gewinnen würde. Trotz des von ihm begonnenen Angriffskrieges gegen die slawischen Brüder in der Ukraine.

Im Westen hat Putin damit die letzte Reputation verloren, ist für immer unten durch. Erhoben zum Feindbild Nummer eins. Schwer vorstellbar, dass sich daran zu Putins Lebzeiten noch etwas ändert.

Aber Putin ist Einsamkeit gewohnt. Er scheint sie sogar zu brauchen. Dabei hat er - auch nachdem er das Blutbad in der Ukraine angezettelt hat - noch einige „letzte Freunde“ in der Welt. Wie etwa die brutalen Diktatoren in Weißrussland, Syrien und Myanmar.

Aber auch Indien hat den Angriff auf die Ukraine noch nicht verurteilt und keine Sanktionen gegen Russland erlassen. Moskau und Neu-Delhi haben seit Jahrzehnten eine sehr spezielle Beziehung. Und der Großteil der Ausrüstung des indischen Militärs stammt aus Russland.

China wiederum ist zwar um Distanz zur Gewalt in der Ukraine bemüht, wird seinen speziellen Draht nach Russland aber nicht abreißen lassen. Die Beziehungen, so der Außenminister in Peking, seien „felsenfest“. Vielleicht liegt darin sogar die Chance für einen Ausweg aus dem Krieg.

Christian Hauenstein
Christian Hauenstein
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