Im Out

Lehmann bei Arsenal nicht mehr gefragt

Sport
14.01.2005 13:48
Vor zwei Monaten noch träumte Jens Lehmann davon, im kommenden Jahr als Nummer 1 mit der deutschen Nationalmannschaft im eigenen Land Weltmeister zu werden. Nun droht ihm ein Stammplatz auf der Tribüne. Denn den Machtkampf mit seinem Vereinstrainer Arsène Wenger beim englischen Premier-League-Club FC.Arsenal hat Lehmann wohl endgültig verloren.
"Ausgestoßen!" titelte am Freitag dieBoulevardzeitung "The Sun" und vermeldete: "Lehmann wird nie wiederfür Arsenal ein Ligaspiel bestreiten." Im Sommer solle der35-Jährige verkauft werden. Falls er, wie bislang angekündigt,darauf beharrt, seinen Vertrag bis 2006 zu erfüllen, bliebeihm nur noch der Platz auf der Tribüne. Und auch die Fußball-WMwürde Lehmann nur als Zuschauer erleben. Denn BundestrainerJürgen Klinsmann hat diese Woche klar gemacht: Nur als Stammtorwartim Verein hat er eine Chance in der Nationalmannschaft. 
 
In der vorigen Saison ungeschlagen
Das Aus beim englischen Meister kam plötzlichund unerwartet. Vergangene Saison schaffte Lehmann mit dem FC.Arsenal,was vorher noch keinem Verein gelang: eine komplette Saison mit38 Ligaspielen ungeschlagen durchzustehen. Als dann auch nochder neue Bundestrainer Klinsmann den Kampf im Tor der Nationalmannschaftfür offen erklärte, schien Lehmanns Welt rundum in Ordnung- bis zum 28. November 2004.
 
An jenem Tag leitete der 2:1-Siegtreffer von LiverpoolsNeil Mellor aus 23 Metern in der Schlussminute Lehmanns Ende alsStammtorwart ein. Zwölf Spiele in Serie nicht mehr "zu Null"- Wenger entschied sich für einen Torwartwechsel. Nach anfänglichenUnsicherheiten hat sich Lehmanns Rivale Manuel Almunia mittlerweileals sicherer Rückhalt erwiesen. 
 
Spanischer Konkurrent in Statistiken voran
In sämtlichen wichtigen Statistiken liegt derspanische Keeper vorn: 80 Prozent aller Schüsse auf seinTor wehrte er ab, nur Chelseas Cech ist besser. Lehmann rangiertmit nur 62 Prozent abgeschlagen auf Platz 23. Almunia musste imSchnitt bloß alle 144 Minuten hinter sich greifen, Lehmannkassierte zuletzt alle 55 Minuten ein Gegentor. 
 
Öffentliche Attacke von Lehmann
Als sich der Deutsche zu Beginn der Woche wagte,seinen Trainer öffentlich zu attackieren und ihm vorwarf,seinen Rausschmiss provozieren zu wollen, kündigte sich dasendgültige Aus an. Vor allem seine Frage "Entschuldigung,aber was habe ich falsch gemacht?" beantwortete die englischeBoulevardpresse hämisch. Genüsslich listeten die Blätterjeden Lehmann-Patzer auf: "Wie erklärst Du diese Gegentore,Jens?", spottete der "Mirror". Die "Daily Mail" druckte Fotosder Lehmann-Aussetzer und höhnte:."Einige der Fehler, dieJens nicht machte..." 
 
Letzte WM-Hoffnung: Vereinswechsel
Dem "verwirrten Lehmann" ("Mirror") bleibt offenbarnur noch eine Hoffnung, will er seinen WM-Traum nicht vorzeitigbegraben: ein Vereinswechsel. "Egal ob in der Premier League,in der Bundesliga, in Italien, Spanien oder Frankreich", wie Klinsmannvorschlug.
Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Sport
14.01.2005 13:48
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung