Mi, 17. Oktober 2018

3 Tote, 150 Verletzte

24.05.2011 08:12

Bisher schwerster NATO-Angriff auf Tripolis

Bei NATO-Angriffen auf Tripolis sind in der Nacht auf Dienstag nach Angaben der libyschen Regierung mindestens drei Menschen getötet und etwa 150 weitere verletzt worden. Einem BBC-Journalisten zufolge flog die NATO in der Nacht ihre schwersten Angriffe in Tripolis seit Beginn des Einsatzes gegen Machthaber Muammar al-Gadafi.

Bei den meisten Opfern handle es sich um Zivilisten, die in der Nähe einer Kaserne der Volksgarde gelebt hätten, sagte Regierungssprecher Mussa Ibrahim. Gegen diese Einrichtung habe die NATO zwischen elf und 18 Angriffe geflogen, so Ibrahim weiter. Die libysche Volksgarde besteht aus Freiwilligen, die die Armee unterstützen.

NATO bestätigt Angriffe
Die NATO hat den nächtlichen Einsatz in der libysche Hauptstadt Tripolis bestätigt. Ziel sei ein Fahrzeugpark des Gadafi-Regimes am Bab-al-Asisiya-Militärlager gewesen. NATO-Flugzeuge hätten eine Reihe von Lenkwaffen abgeschossen, teilte das Militärbündnis am frühen Dienstagmorgen auf seiner Internetseite mit. Das Lager habe von Beginn an eine Rolle beim gewaltsamen Vorgehen des Regimes gegen die Aufständischen gespielt.

Nach Berichten westlicher Korrespondenten hat die NATO eine ganze Serie von Luftangriffen auf Tripolis geflogen. Bilder der britischen BBC zeigten schwere Explosionen im Stadtgebiet. Dichter schwarzer Rauch stieg in den Nachthimmel. Der Korrespondent des Senders sprach von den bisher schwersten Luftschlägen gegen die libysche Hauptstadt. Es habe rund 20 Explosionen binnen einer halben Stunde gegeben, auch in der Nähe der Residenz von Gadafi.

Obama und Cameron wollen Druck auf Gadafi ausüben
US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron wollen nach eigenem Bekunden weiter gegen Gadafi vorgehen. Man werde den Einsatz gemeinsam mit den Alliierten fortsetzen, bis Resolutionen der UN umgesetzt seien, erklärten die beiden Politiker in einem Gastbeitrag für die britische Zeitung "The Times". Man werde nicht zulassen, dass die Proteste gegen die Regierung mit Waffengewalt zerschlagen würden.

Eine Allianz unter Führung von Großbritannien, Frankreich und den USA bombardiert seit Wochen Ziele in Libyen, um nach eigener Darstellung die Zivilbevölkerung zu schützen. Hintergrund sind die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen, die den Ostteil des Landes beherrschen. Die Kräfte Gadafis bestreiten, Zivilisten anzugreifen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.