Ukraine-Krise

BMW Steyr schickt 3200 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Zusätzlich zur nach wie vor angespannten Versorgungslage mit Halbleitern, sorgen die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine für eine weitere Verschärfung der Versorgung mit Komponenten: Der Konflikt in der Ukraine hat massive Auswirkungen auf die Produktion der dortigen Zulieferindustrie. Diese Produktionsausfälle führen auch im BMW Group Werk Steyr zu „Produktionsanpassungen“, so BMW. 3200 Mitarbeiter werden bis 31. 5. in Kurzarbeit egschickt.

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Das sagt BMW: „Die Auswirkungen auf das BMW Group Werk Steyr stellen sich zum jetzigen Zeitpunkt wie folgt dar:In der Nacht von Mittwoch, 2.3., auf Donnerstag, 3.3., kommt es aufgrund der Versorgungsengpässe zu ersten Produktionsausfällen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechnen wir damit, dass die Produktion ab Freitag, 4.3., zu einem Stillstand kommt. Ausgenommen hiervon ist zum aktuellen Stand die Fertigung der Gehäuse für E-Antriebe.“

Kurzarbeitsregelung vereinbart
Um diese Produktionsausfälle abzufedern und die Beschäftigung für die kommende Zeit abzusichern, wurden mit den Sozialpartnern die Voraussetzungen geschaffen, um Ausfallschichten auch über das Mittel der Kurzarbeit abzufangen.Die Maßnahme startet zum 1.3.2022 und betrifft die rund 3.200 Mitarbeiter der produzierenden Bereiche im Werk Steyr.


Vorerst bis  31. 5.
Die Kurzarbeitsregelung wurde bis zum 31.05.2022 vereinbart. „Die Inanspruchnahme dieses Instruments erfolgt mit Augenmaß und richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf. Ob und in welchem Umfang eine Inanspruchnahme erfolgt, hängt von der weiteren Entwicklung der Versorgungsituation ab“, so BMW.

Flexibilität im Personaleinsatz
Das Instrument der Kurzarbeit ermöglicht die Flexibilität im Personaleinsatz und bedeute nicht automatisch, dass alle zur Kurzarbeit angemeldeten Mitarbeiter die ganze Zeit zu Hause bleiben. Das Instrument kann auch nur tageweise genutzt werden, so BMW. Sollte sich die Versorgungslage verbessern, wird der Betrieb auch vor Ablauf der Kurzarbeitsregelung wieder aufgenommen und normal fortgeführt. Da die Versorgungslage weiterhin nur schwer zu antizipieren ist, kann keine Prognose darüber getroffen werden, wie viele Mitarbeiter in welchem Umfang in den kommenden Wochen tatsächlich von Ausfallschichtenbetroffen sind. Position und Maßnahmen der BMW Group.

Besorgnis, Betroffenheit und Fassungslosigkeit
Die BMW Group beobachtet die aktuelle Entwicklung in der Ukraine mit zunehmender Besorgnis, Betroffenheit und Fassungslosigkeit: „Wir sind in Gedanken bei allen Menschen, die in diesem Krieg Leid und Verlust erfahren müssen und prüfen derzeit, mit welchen Hilfsmaßnahmen wir die betroffenen Menschen unterstützen können.“ Die BMW Group appelliert an die Vernunft aller Beteiligten, die Situation im Sinne des internationalen Rechts schnell und friedlich beizulegen.Wir arbeiten unternehmensweit zusammen, um die Situation vor Ort kontinuierlich zu bewerten und erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Hierfür haben wir eine Task Force aufgesetzt, die auch mit unseren Lieferanten in der Ukraine in einem sehr engen Austausch ist.

Von
Krone Oberösterreich
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