25.02.2022 13:13 |

Wegen Putin-Einmarsch

Formel 1: FIA entzieht Russland den Grand Prix

Die Formel 1 wird nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in diesem Jahr nicht in Russland fahren! Der Grand Prix in Sotschi war für den 25. September angesetzt gewesen. Es sei „unter den derzeitigen Umständen“ unmöglich, den Großen Preis von Russland auszutragen, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Die Entscheidung wurde nach einem Treffen am Donnerstagabend von Formel 1, Motorsport-Weltverband FIA und den Teams getroffen. In die Entscheidung seien alle relevanten Interessengruppen einbezogen gewesen ...

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„Wir beobachten die Entwicklungen in der Ukraine mit Trauer und Bestürzung und hoffen auf eine rasche und friedliche Lösung der derzeitigen Situation“, hieß es weiter. Die Königsklasse des Motorsports hatte zuletzt 2011 aus politischen Gründen auf ein Rennen verzichtet. In Bahrain wurde damals nach politischen Unruhen nicht gefahren, nachdem dort auch Menschen ums Leben gekommen waren.

Zuvor hatten sich schon Fahrer wie Sebastian Vettel klar gegen ein Rennen in Russland 2022 positioniert. „Meine Meinung ist, dass ich dort nicht hin sollte und ich werde es auch nicht. Ich finde es falsch, in diesem Land zu fahren“, hatte der vierfache Weltmeister am Donnerstag in Barcelona gesagt. „Wir sollten nicht in einem Land fahren, das Krieg führt, aber das gesamte Fahrerlager sollte darüber entscheiden“, sagte Weltmeister Max Verstappen von Red Bull. Der neue Mercedes-Pilot George Russell sagte, die Fahrer seien sich in der Causa einig gewesen.

Der US-Rennstall Haas mit Nikita Masepin als einzigem russischen Piloten im Formel-1-Starterfeld setzte indes am letzten von drei Testtagen auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona ein Zeichen. An den Boliden des Teams fehlte nicht nur das Logo des russischen Hauptsponsors, sondern auch die gewohnte rot-blau-weiße Lackierung, die an die russische Flagge erinnert. Nun prüft Haas Möglichkeiten, wie es - auf Druck der US-Regierung - aus der Partnerschaft mit dem Geldgeber aus Russland aussteigen kann.

Pikant: Mehrheitseigentümer beim Hauptsponsor Uralkali ist Dimitri Masepin, der Vater von Nikita. Auch dessen Zukunft in der Formel 1 ist offen. Haas-Teamchef Günther Steiner räumte ein, dass dem Russen eine ungewisse Zeit bevorstehe. Masepin verzichtete am Freitag auf die Teilnahme an einer Pressekonferenz, schrieb aber auf Twitter: „Es ist eine schwierige Zeit, und ich habe keine Kontrolle über vieles, was gesagt und getan wird.“ Er wolle sich auf das konzentrieren, was er kontrollieren könne und wolle das Beste für das Team geben, so der 22-Jährige.

Seit 2014 wurde im Schwarzmeer-Ort Sotschi gefahren, im gleichen Jahr fanden dort auch die Olympischen Winterspiele statt. Eigentlich sollte dort in diesem Jahr zum letzten Mal ein Rennen der Formel 1 stattfinden. Ab 2023 ist der Umzug vor die Tore von St. Petersburg geplant.

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 22. Mai 2022
Wetter Symbol