Betroffene erzählen

Preise für Pellets derzeit in OÖ auf Rekordhoch

Wer sich für den heurigen Winter nicht mit genügend Heizpellets eingedeckt hat, hat aktuell die Wahl zwischen Not und Elend. Seit dem Herbst sind die Preise für eine Tonne Pellets derart angestiegen, dass sie sich aktuell auf einem Allzeithoch befinden. Viele Familien haben mit den steigenden Kosten zu kämpfen. Die „Krone“ sprach mit einem vierfachen Papa über das Problem.
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„Wir haben 2005 unser Einfamilienhaus gebaut. Und ich weiß noch, dass wir damals für eine Tonne Pellets rund 140 Euro gezahlt haben“, sagt Michael Reisinger aus Eschenau. Von solchen Preisen kann der vierfache Familienvater aktuell aber nur träumen. Seit Oktober ist ein enormer Preisanstieg erkennbar – siehe auch Grafik unten. Aktuell liegt der durchschnittliche Preis in Oberösterreich für eine Tonne bei knapp 310 Euro. Bei vielen Anbietern ist aber nur eine Massenbestellung von sechs Tonnen möglich.

Mehrere Effekte
Als Ursachen für die starke Teuerung kommen mehrere Effekte gleichzeitig zusammen, die parallel wirken. Zum einen spielt die Sogwirkung der allgemein stark gestiegenen Energiepreise (Rohöl, Gas und Strom) eine Rolle. Abgesehen von diesem bekannten Marktphänomen dürfte die gestiegene Nachfrage durch den kontinuierlichen Zubau von Holzpellets-Heizungen eine negative Auswirkung auf die aktuellen Preise haben. Auch Holzpellets sind nicht unendlich verfügbar.

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Früher bin ich immer mit knapp tausend Euro zum Heizen ausgekommen. Davon sind wir aktuell weit weg.

Der betroffene Familienvater

Auch die Heizphasen werden immer länger
„Früher bin ich immer mit knapp tausend Euro zum Heizen ausgekommen. Davon sind wir aktuell weit weg“, erzählt Reisinger. Denn nicht nur, dass der Preis teurer wurde, auch die Heizphasen werden laut dem Betroffenen länger. „Kam ich früher mit fünf Tonnen aus, sind es im heurigen Winter mindestens sechs“, rechnet Reisinger vor. Statt der knapp tausend Euro sind das mit den aktuellen Preisen gerechnet mehr als 800 Euro mehr pro Saison. Experten raten mit dem Kauf von neuen Pellets auf den Sommer zu warten. „Eine Woche weniger Urlaub muss die Steigerungen ausgleichen“, teilt die Familie das Schicksal vieler Oberösterreicher.

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