Di, 19. Juni 2018

Fritz ist nicht mehr

17.05.2011 10:37

Innsbrucker Attraktion ist nun im Bärenhimmel

Der Innsbrucker Alpenzoo hat eine seiner größten Attraktionen verloren: Braunbär "Fritz" ist eingeschläfert worden. Das 24-jährige Tier musste von seinen "altersbedingten" Leiden erlöst werden, teilte der Zoo am Dienstag mit.

Während "Fritz" nun bereits im Bärenhimmel ist, dürften auch für seine Gefährtin "Martina" die Tage in Tirol gezählt sein. Zoodirektor Michael Martys kündigte für Juni einen Neustart im Bärengehege mit zwei Jungtieren an. Sie werden derzeit in Tierparks in Europa gesucht. Die fast 20-jährige "Martina" würde sich nicht mehr an junge Artgenossen gewöhnen. Daher sei man auf der Suche nach einem guten Platz.

Braunbär "Fritz" wurde an der Veterinärmedizinischen Universität Wien untersucht. Demnach führten gleich mehrere Bandscheibenvorfälle und degenerative Prozesse an Rückenmark und Wirbelsäule zu den plötzlich aufgetretenen Lähmungen. Außerdem wurde ein Lebertumor festgestellt. "Probleme mit der Wirbelsäule sind bei alten Bären, die im Zoo deutlich älter werden als im Freiland, die Regel, aber diese Beschwerden haben wir bei Fritz aufgrund seines augenscheinlich guten Gesamtzustandes nicht so früh erwartet", erklärte Zoodirektor Martys.

Geburtstag mit Hundekeksen und Schlag
Im vergangenen Jänner hatte "Fritz" noch mit Hundekeksen, Obst und Schlagobers seinen 24. Geburtstag gefeiert. Partnerin "Martina" hatte den Ehrentag ihres Gefährten damals einfach verschlafen. Gemeinsamen Nachwuchs der beiden gibt es nicht.

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