Fr, 22. Juni 2018

Geringere Kosten

16.05.2011 18:28

Post benützt Auto mit ungarischem Kennzeichen

Nach der Schließung Dutzender Postämter und dem umstrittenen Auftritt der burgenländischen AMS-Chefin Helene Sengstbratl in Ungarn jetzt der nächste Aufreger: Die Post setzte im Bezirk Jennersdorf ein in Ungarn zugelassenes Fahrzeug für die Zustellung ein. Weil's dort billiger ist, werden Reparaturen in Ungarn in Auftrag gegeben. Das wiederum schadet der heimischen Wirtschaft, poltert die SP.

"Ich hab' geglaubt, ich trau meinen Augen nicht, als ich das Postauto mit den ungarischen Nummerntafeln sah", schildert ein aufgebrachter Anwohner. Und tatsächlich – Recherchen der "Krone" ergaben, dass in Minihof-Liebau, Bezirk Jennersdorf, ein gelber Post-Caddy mit Kennzeichen aus dem Nachbarland unterwegs war.

Bei der verantwortlichen Zustellbasis gab man sich indes zugeknöpft: "Dazu möchte ich nichts sagen", hieß es von der Leiterin.

Illedits: "Das schadet der heimischen Wirtschaft"
SP-Abgeordneter Christian Illedits vermutet, dass die Post ihre Autos in Ungarn reparieren lässt und es sich bei dem besagten Caddy um ein Ersatzfahrzeug handelte: "Da vergibt ein quasi öffentliches Unternehmen anscheinend Aufträge ins Ausland und schadet damit der heimischen Wirtschaft", ärgert sich der Mandatar.

Was Post-Sprecher Michael Homola nach mehrmaliger Anfrage der "Krone" schließlich auch bestätigt: "Ja, das stimmt. Wir lassen unsere Zustellfahrzeuge in Ungarn warten, weil es dort einfach billiger ist." Denn auch die Post müsse genau auf ihre Finanzen schauen.

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