„Ich bin schon ganz zufrieden mit dem, was geschehen ist in dieser Saison“, sagte Johannes Strolz im Vorschaugespräch auf den Olympiaslalom am Mittwoch in Yanqing. Da waren der erste Weltcuperfolg im Slalom in Adelboden („Unglaublich“) und Olympiagold in der Kombination („Unbeschreiblich“). „Ich möchte nochmals um eine Medaille mitkämpfen und denke, dass das möglich ist, wenn ich meine Sache gut mache. Wenn es nicht funktioniert, dann passt das auch“, sagte der 29-Jährige. Seine Ski richtet der Kombi-Olympiasieger weiterhin selber her
Vor dem Slalom wartet eine weit wichtigere Arbeit, nämlich jene der Skipräparation, die er nach wie vor - mit Unterstützung bei den Winterspielen - zum Teil selbst vornimmt. „Ich werde wieder zwei bis drei Rennski fertigmachen, verschiedene Kantenabstimmungen vorbereiten und nach der Besichtigung entscheiden. Ich habe das Gefühl, dass ich mit dem Standard-Set-up gut aufgestellt bin.“
Die Arbeit mit dem Ski mache Spaß und sei auch eine beruhigende Aufgabe für ihn. „Ich überlege mir schon, wenn ich dann einen Servicemann habe, ob ich mir eine andere handwerkliche Tätigkeit suche“, meinte er lachend.
„Dem Masterplan treu bleiben“
Es sei in diesem Winter ein Vielfaches mehr passiert, als er sich erträumen habe können. „Man sollte solche Momente genießen und richtig aufsaugen, das ist sicher wichtig. Aber dann wieder umschalten und zu sich finden, den Fokus sammeln. Im Endeffekt muss man seinem Masterplan treu bleiben - bei aller Euphorie, Freude und Dankbarkeit.“
Der Erfolg sei eine Bestätigung dafür, was man im Vorhinein eingeläutet habe, für die Arbeit, die man investiert habe. „Und dann mit gutem Vertrauen den Weg weitergehen. Am Slalom-Renntag sind die Karten wieder neu gemischt.“ Und er will mitspielen, denn die Slalomform sei „sehr gut“.
Strolz hat immer noch nicht alle Glückwünsche beantwortet
Habe er nach seinem Weltcup-Debüterfolg in Adelboden bis drei in der Früh nicht schlafen können („Ich hatte das Gefühl, ich könnte nochmals an den Start gehen und noch einen Durchgang fahren, so bin ich unter Strom gestanden“), so sei ihm das nach Olympia-Gold gut gelungen.
„Im Dorf habe ich nicht so einen Andrang verspürt, es waren einige Interviews und Glückwünsche, ich habe mich über alle sehr gefreut, aber noch nicht alle beantworten können.“ Dank Familien-Chatgruppe landete auch der eine oder andere Medienbericht bei ihm, den er gelesen habe. „Jetzt muss ich mich aber voll konzentrieren, wenn ich daheim bin, kann ich mir alles in Ruhe zu Gemüte führen.“










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