Für Olympia

„Walchis“ Tipps: Top-Vorbereitung und Tunnelblick

Olympia
30.01.2022 08:05
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Eine perfekte Vorbereitung, kühlen Kopf und einen gewissen Tunnelblick. Das empfiehlt Michael Walchhofer allen Sportlern rund um Olympische Spiele. Der ehemalige Skirennläufer weiß als dreifacher Olympia-Teilnehmer und Abfahrts-Silbermedaillengewinner von Turin 2006, wovon er spricht.

„Olympia ist irgendwie schon die perfekte Sportbühne und für die Athleten oft das Saison- wenn nicht überhaupt das Karriere-Highlight“, kennt der 46-jährige Salzburger die Situation gut. Aber er weiß auch um die riesige Belastung für die Aktiven. „Dementsprechend ist man unter Druck und wird nervös, denn das Umfeld tickt gerade in einer Olympiasaison immer besonders eigen“, so Walchhofer. „Gewisse Athleten wachsen da über sich hinaus, für andere ist es hingegen ein Hemmschuh. Deshalb gibt es auch immer wieder Überraschungen.“


Vor Peking kam noch mehr als vergangenen Sommer rund um die Tokio-Sommerspiele massiv das leidige Thema Corona-Pandemie hinzu. Dies habe für zusätzliche Verunsicherungen gesorgt, so Walchhofer. Auch der Hotelier und einstige Favorit auf die Nachfolge von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sieht wegen der offenbar kaum verhinderbaren Covid-Ansteckungen Probleme heraufdämmern. „Man kann das niemand negativ anheften. Aber es ist halt so, dass Tests positiv ausfallen, ohne dass jemand Symptome aufweist. Es wäre bitter für den ganzen Sport, wenn durch Testungen gesunde Athleten nicht am Start sein könnten.“

„Tunnelblick aufbauen“
Der Rat des Abfahrts-Weltmeisters von 2003 lautet daher, sich einerseits möglichst perfekt vorzubereiten. Zweitens müsse man auch noch kühlen Kopf bewahren und eine entsprechende Coolness an den Tag legen. Gerade weil unmittelbar vor den Peking-Winterspielen fast alles vom Thema Corona übermalt worden sei. „Sportler müssten sich da aber grundsätzlich ohnehin leichter tun, weil sie es gewohnt sind, konkrete Ziele zu verfolgen und einen gewissen Tunnelblick aufzubauen.“

Dass der ÖSV seinen Athletinnen keine Impf-Verpflichtung auferlegt, ist für Walchhofer nachvollziehbar. „Das ist doch eine sehr persönliche Sache. Deshalb finde ich es wichtig, dass man dem Athleten da seine Entscheidung lässt.“ Auch um den Preis, die Spiele womöglich zu verpassen? „Für Athleten ist es die oberste Prämisse, den Sport auszuüben. Entsprechend wird man sich ohnehin verhalten“, ist Walchhofer überzeugt. Was die Impfung anbelange, gebe es in der Gesellschaft und im Sport unterschiedliche Ansätze. „Ich kann da aber beide Seiten sehr gut nachvollziehen.“

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